Bundesheer engagiert sich verstärkt im internationalen Umweltschutz

Wien (OTS) – Das österreichische Bundesheer baut sein Engagement in
internationalen Umweltschutzprojekten der Vereinten Nationen weiter
aus. Davon sollen künftig auch österreichische Soldatinnen und
Soldaten bei UN-Einsätzen profitieren. Konkret beteiligt sich das
Bundesheer am Climate Security Mechanism, einer Initiative, die sich
mit den Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Sicherheitsrisiken
befasst. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen für UN-Missionen zu
entwickeln und umzusetzen. Dazu zählen etwa die Verwendung
klimafreundlicher Materialien bei Ausrüstung und Geräten, die
Anpassung der Infrastruktur an klimatische Bedingungen und
Extremereignisse sowie die stärkere Verankerung von
Umweltschutzmaßnahmen im gesamten Einsatzbetrieb. Darüber hinaus
sollen politische Entscheidungsträger und die Bevölkerung in den
Einsatzgebieten für die Folgen des Klimawandels sowie dessen lokale
und regionale Auswirkungen sensibilisiert werden.

Experten des Bundesheeres und anderer Streitkräfte weisen seit
Jahren auf den engen Zusammenhang zwischen Klima und Sicherheit hin.
Nationale und internationale Fachleute sehen den Klimawandel als
Konflikttreiber sowie als Risiko- und Bedrohungsmultiplikator.
Bestehende soziale, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen
werden dadurch verschärft, während gleichzeitig neue Unsicherheiten
auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene entstehen.
Maßnahmen zur Verringerung von Klimaschäden sollen daher auch zur
Stabilisierung und Erhöhung der Sicherheit in betroffenen Regionen
beitragen – sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für dort
eingesetzte militärische Kräfte.

„Der Klimawandel und seine Folgen zeigen, wie wichtig das
Engagement des Bundesheeres im Umweltschutz ist. Denn ein stabiles
Klima bedeutet auch mehr Stabilität und Sicherheit für die Menschen
in den betroffenen Regionen“, betont Verteidigungsministerin Klaudia
Tanner. „Von dieser Sicherheit profitieren auch die UNO-Truppen bei
ihren Einsätzen, darunter österreichische Kontingente.“

Als weiteres Projekt im Bereich Klima und Sicherheit veranstaltet
das Bundesheer heuer im November bereits zum vierten Mal einen Runden
Tisch in Brüssel. Erwartet werden rund 50 Vertreterinnen und
Vertreter von UN, EU und NATO. Im Mittelpunkt stehen der Austausch
über Strategien der verschiedenen Organisationen sowie deren bessere
Abstimmung. Ziel ist es, den Zusammenhang von Klima und Sicherheit
noch stärker in internationale Einsätze zu integrieren.