Biennale – SPÖ-Auer kritisiert „kleingeistige Angriffe der FPÖ auf künstlerische Auseinandersetzung mit Wasser und Verschmutzung“

Wien (OTS) – „Die Attacken der FPÖ auf Florentina Holzinger und den
österreichischen Beitrag zur Biennale von Venedig sind
erwartungsgemäß kleingeistig und nachgerade lächerlich. Die
Performerin – eine österreichische Künstlerin von Weltgeltung –
thematisiert in ihrer Arbeit für den Österreich-Pavillon die Themen
Wasser und Wasserverschmutzung. Die Kläranlage, über die sich FPÖ-
Schnedlitz so echauffiert, ist eine bekanntermaßen recht verbreitete
Technik, tausende Menschen arbeiten in Österreich an der Aufbereitung
von kontaminiertem Wasser; aber sobald eine Künstlerin diese Realität
sichtbar macht, ist es für die FPÖ ein Tabu“, so SPÖ-Kultursprecherin
Katrin Auer. ****

„Die FPÖ versteht Kultur und Kulturpolitik immer nur als Vehikel
für billige Empörung. Angriffe auf die Kunst und auf einzelne
Künstler:innen sind seit Jahrzehnten Teil der FPÖ-DNA“, erinnert Auer
etwa an die früheren FPÖ-Attacken gegen Österreichs
Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek oder gegen Autor Thomas
Bernhard.

Die Biennale ist die weltweit bedeutendste Schau für
zeitgenössische Kunst, bei der sich Österreich als offener, moderner
Kulturstandort präsentieren kann. Holzingers Arbeit thematisiert
Fragen wie den Umgang mit dem menschlichen Körper oder unser
Verhältnis zu Umwelt und Technik. „Gerade in Venedig ist diese
Auseinandersetzung mit Themen wie Klimawandel und Ressourcen von
besonderer Relevanz“, so Auer.

Die FPÖ versuche dagegen einmal mehr, die künstlerische
Aufarbeitung dieser Themen auf billige Empörung und Skandalisierung
zu reduzieren. „Zeitgenössische Kunst darf provozieren und soll auch
Debatten auslösen. Genau das ist ihre Aufgabe in einer offenen
Gesellschaft. Die FPÖ zeigt hingegen einmal mehr, dass die Freiheit
der Kunst für sie nur lästig ist.“ (Schluss) ah/lw