Wien (OTS) – Geld überweisen, einkaufen, ein Paket aufgeben: Wo es
früher ein
Gegenüber gab, steht heute ein Bildschirm. Unser Alltag wird immer
mehr zur Selbstbedienungszone. Was das Leben erleichtern soll, wird
für viele aber zur täglichen Hürde. Ein Drittel der Österreicherinnen
und Österreicher findet sich in der digitalen Welt kaum noch zurecht.
Hanno Settele zeigt in der aktuellen „Dok1“-Ausgabe „App-gehängt! Der
tägliche Kampf mit der Technik“ am Mittwoch, dem 22. April 2026, um
20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON Geschichten zwischen digitalem
Alltag und analogem Umweg und fragt: Was braucht es, damit niemand
auf der Strecke bleibt?
In einem kleinen Lokal in Wien hat Daniela Weinholtz mit ihrem
Verein „Qualitätszeit“ eine Antwort darauf. Seit zehn Jahren
unterstützt sie vorwiegend Ältere im Umgang mit Smartphone, Tablet
und Computern. Als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark
nimmt Daniela Grabovac seit einigen Jahren einen Anstieg der Fälle
digitaler Diskriminierung wahr. Wer kein Smartphone hat, nicht weiß,
wie ein QR-Code funktioniert oder beim Online-Banking den Durchblick
verliert, bleibt auf der Strecke.
Wo der größte Lacher ist, liegt auch der größte Schmerz, weiß
auch Klaus Eckel. Der Kabarettist thematisiert in seinen Programmen,
wie wir Menschen immer mehr Aufgaben alleine übernehmen müssen und
dabei möglicherweise kaum mehr mit anderen Menschen in Berührung
kommen. Dass Technologie dabei auch verbinden kann, zeigen die
„Häuser zum Leben.“ Mit ihrem VR-Lab bringen sie Seniorinnen und
Senioren per Virtual-Reality-Brille in ihr altes Grätzl zurück.
Patrick Swanson ist KI-Experte im Silicon Valley. Er berät
Unternehmen auf dem Weg ins KI-Zeitalter und beobachtet die aktuellen
technologischen Entwicklungen.
Host Hanno Settele kämpft mit der Technik: Sein neuer
Staubsaugerroboter will sich partout nicht mit seinem veralteten
Handy verbinden, auch die ID-Austria-App lässt sich nicht
installieren. Ein Film darüber, wie viel Selbstbedienung eine
Gesellschaft verträgt und was es braucht, damit der digitale
Fortschritt nicht nur einigen nützt, sondern alle mitnimmt.