Haarentfernung

Österreichischer Jazzpreis 2026: Die Gewinner*innen stehen fest!

Wien (OTS) – Die Jazzpreis Academy aus 203 Expert*innen hat aus 175
Einsendungen
insgesamt 34 Nominierte in den Kategorien „Newcomer*in 2026“, „Album
2026“ und „Live Act 2026“ ermittelt. Eine fünfköpfige Jury bestehend
Expertinnen und Experten haben daraus die 3 Gewinner*innen und
jeweils die zweiten und dritten Plätze bestimmt.

Der jährlich vergebene Jazzpreis – eine Initiative von O
̈sterreichischer Musikrat (ÖMR), mica – music austria, IG world
music, Ö1 und Porgy & Bess – versteht sich als bedeutende Plattform
zur Sichtbarmachung und Förderung der pulsierenden österreichischen
Jazz- und Global Music Szene .

Für 2026 konnten das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur,
Medien und Sport , die Stadt Graz , der Tourismusverband Region Graz
, die Steiermärkische Sparkasse , die AKM/austromechana sowie die Jam
Music Lab Privatuniversität Wien als Förderpartner gewonnen werden,
sowie als Kooperationspartner Stockwerk Jazz Graz und die
Kunstuniversität Graz (KUG) . Als Medienpartner begleiten Ö1, ORF,
Kleine Zeitung und das Concerto Magazin die Auszeichnung.

Zwtl.: Die Gewinner*innen 2026 sind:

Zwtl.: Newcomer 2026: Lorenz Widauer

Begründung der Jury:
Der junge Trompeter aus Salzburg besticht nicht nur durch seine
exzellente und umfassende Beherrschung des Instruments als Interpret
und Improvisator, sondern vor allem durch die stilistische Vielfalt
seiner Bandprojekte. In seiner Formation „Chez Fría“ schlägt er eine
Brücke zur Klassik (LP „Die Kunst dem Fuge“), als Sideman in Yvonne
Moriel´s „Sweetlife“-Band balanciert er über üppige Dub-Grooves.
2025/26 veröffentlichte er gleich zwei Alben: „Until We Meet Again“
mit der aus dem Iran stammenden Oud-Spielerin Avin Ahmadi und
„Bangers and Ballads“ mit dem Gitarristen Philipp Schiepek. Sein
beeindruckendes Spektrum und seine vitale Spielfreude pendeln weiters
zwischen der Bühnenmusik des Salzburger „Jedermann“ und
österreichischen und europäischen Großformationen wie „Orjazztra
Vienna“, „Shake Stew“ und der „Focusyear Band“ unter der Leitung von
Wolfgang Muthspiel.

2. Platz: Elena Schäfer
3. Platz: Avin Ahmadi

Zwtl.: Album 2026: Peter Rom „Wanting Machine II“

Begründung der Jury

Fünf Jahre nach „Wanting Machine“ (2021) komponierte und
produzierte der Gitarrist Peter Rom gemeinsam mit dem Bassisten Manu
Mayr ein weiteres Exemplar höchst origineller zeitgemäßer Musikkunst.
Die Idee der Klangfarbenmelodie wird – und das macht die neun Tracks
des Albums so besonders – ganz selbstverständlich mit Elementen der
afroamerikanischen Jazz-Tradition gemixt. Glanzlichter der feinnervig
-groovigen Klangteppiche wurden auch von Gästen wie Lukas König und
Valentin Duit (Drums), Pamelia Stickney (Theremin), Matthew Halpin (
Saxophon und Flöte), Benny Omerzell (Piano), Martin Eberle (Trompete)
, Clemens Lendl (Violine), David Müller (Singende Säge und Hammond
Orgel) sowie Vincent Pongracz (Klarinette) hinzugesetzt. Damit
steuert die „bedürfnisgesteuerte Maschine“ geradewegs nicht nur ins
Hirn sondern auch ins Herz und in die Beine.

2. Platz: Georg Vogel: „Ogilsd Vobi“

3. Platz: Purple Is The Color: „Unbemanntes Raumschiff“

Zwtl.: Live Act 2026: Mel*E

Begründung der Jury

Drei Musikerinnen, die das Publikum aus vielen anderen Projekten
kennt, haben sich zu einem speziellen egalitären Trio
zusammengefunden: Judith Ferstl (Kontrabass und Bass Synth), Judith
Schwarz (Extended Drum Set) und Viola Hammer (Keyboards und
Synthesizer) zelebrieren auf der Bühne und mittlerweile auch auf
Videos ein wahres Feuerwerk an energetischer Musik, das auch vor
brachialen Passagen nicht zurückschreckt. Ihr 2026 veröffentlichtes
Album „Proud“ bringt es auf den Punkt: „Wir hatten alle Lust darauf,
auch mal was Lautes und Tanzbares zu machen“ (Mel*E im mica Interview
). Sich mit Stolz und kreativer Potenz den vielfachen
Herausforderungen der Zeit zu stellen und sich auch von der Energie
des Protests inspirieren zu lassen ist die Idee, die mit großer
Virtuosität umgesetzt wird. Gleichberechtigung der Instrumente, der
Geschlechter, der Ausdrucksdimensionen!

2. Platz: Jazzorchester Vorarlberg

3. Platz: TSOMBANIS4

Zwtl.: High Impact Award 2026

Diese Auszeichnung ehrt herausragende Künstler:innen für deren
besondere Beiträge zur Entwicklung und Repräsentation der o
̈sterreichischen Jazzszene im In- und Ausland und wird 2026 vergeben
an:

Zwtl.: Michael Mantler

Begründung des Jazzpreis-Komitees:

Geboren 1943 in Wien und aufgewachsen in St. Pölten reüssierte
Michael Mantler nach seiner Übersiedlung in die USA (1962) zunächst
in der avantgardistischen Free Jazz Szene. Er organisierte gemeinsam
mit Carla Bley das „Jazz Composers Orchestra“, arbeitete mit Cecil
Taylor, Don Cherry, Pharoah Sanders, Larry Coryell, Gato Barbieri,
Leroy Jenkins, Charlie Haden u.v.a. und veröffentlichte 1972 eines
der herausragendsten Konzeptalben der Jazzgeschichte: „Escalator over
the Hill“. Danach wandte er sich der britischen Art Rock Szene zu (
Jack Bruce, Marianne Faithful, Robert Wyatt) und komponierte für
verschiedenste große und mittlere Besetzungen in Europa, bei denen
häufig die Synthese von Lyrik und Musik eine tragende Rolle spielt.
Seit 2012 fand er in Christoph Cech und seinen Ensembles eine
kongeniale Partnerschaft für seine Uraufführungen in vielen
europäischen Ländern.

Die feierliche Verleihung mit Konzerten der Preisträger*innen
findet am 28. November 2026 im Dom im Berg in Graz ab 19:30 Uhr statt
und wird live auf Ö1 und ORF on übertragen.

Das Pressematerial der Nominierten finden Sie hier:
https://www.jazzpreis.at/de/downloads

Österreichischer Jazzpreis Gala

Österreichische Jazzpreis Gala 2026

Preisverleihung & Konzerte:
Lorenz Widauer
Peter Rom
Mel*E
Michael Mantler

Datum: 28.11.2026, um 19:30 Uhr
Ort: Dom im Berg
Schlossbergsteig, 8010 Graz
Url: https://spielstaetten.buehnen-graz.com/event/181654607/