Haarentfernung

Helga Krismer zu Ardo-Schließung: „80 Prozent unseres Tiefkühlgemüses stehen am Spiel – machen wir gemeinsam was G’scheites!“

St. Pölten (OTS) – Die angekündigte Schließung des Ardo-Werks in
Groß-Enzersdorf bedroht
die Existenz von 500 bäuerlichen Betrieben, gefährdet zahlreiche
Arbeitsplätze und stellt Österreichs Ernährungssouveränität infrage.
Für Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen Niederösterreich, ist
klar: „80 Prozent unseres heimischen Tiefkühlgemüses stehen am Spiel.
Daher müssen wir jetzt entschlossen handeln, Parteigrenzen überwinden
und gemeinsam was G’scheites auf die Beine stellen!“

Ernährungssicherheit in Gefahr

Angesichts von Ratschlägen mancher Ökonomen, die Politik solle
sich heraushalten, stellt Helga Krismer fest: „Welcher Markt soll das
sein, wenn wir in Österreich unsere Tiefkühltruhen nicht mehr aus
eigener Kraft mit heimischem Gemüse füllen können? Seit 2005 gab es
zwei Rettungsaktionen, zwei Eigentümerwechsel, und schon 2008
koordinierte die Wirtschaftsagentur Ecoplus. Der massive
Investitionsstau muss der ÖVP seit zehn Jahren bekannt sein – so ein
Werk schließt nicht über Nacht.“

Kein Steuergeld für veraltete Ruinen

Für Helga Krismer gibt es dabei klare rote Linien: „Ein
energieineffizientes Werk mit horrenden Fixkosten und veralteten
Produktionslinien auf Kosten der Steuerzahler*innen zu kaufen, ist
keine Option. Und sollten die belgischen Eigentümer darauf
spekulieren, mit einer Umwidmung in Bauland noch ordentlich Kasse zu
machen, haben sie die Rechnung ohne die Gemeinde gemacht.“

Die Grüne Zukunftsinitiative: Genossenschaft & Neubau

Stattdessen schlägt Helga Krismer eine nachhaltige, tragfähige
Lösung vor:

1. Genossenschaft gründen: Die 500 betroffenen Gemüsebetriebe
schließen sich zu einer Genossenschaft zusammen. Gemeinsam mit der
Raiffeisenlandesbank Wien-Niederösterreich bzw. Agrana wird eine
schlagkräftige Trägergesellschaft geformt.

2. Standort & Neubau durch Ecoplus: Die Wirtschaftsagentur des Landes
stellt ein passendes Grundstück bereit, auf dem innerhalb eines guten
Jahres ein modernes, energieeffizientes Werk errichtet wird.

3. Verantwortung des Handels: „Wenn Spar und REWE dem belgischen
Konzern die rote Karte zeigen und stattdessen voll auf die heimische
Produktion setzen, dann sind unsere Betriebe und die Arbeitsplätze
auf der sicheren Seite“, betont Helga Krismer.

„Das bringt echte Ernährungssicherheit, rettet 500
Familienbetriebe und sichert moderne Arbeitsplätze in der Region. Es
ist keine Zeit zu verlieren, wir werden unsere Vorschläge in der
Landtagssitzung kommende Woche einbringen“, so Helga Krismer
abschließend.