St. Pölten (OTS) – Zu einem ersten Arbeitsgespräch empfing
Landeshauptfrau Johanna Mikl-
Leitner Johannes Neubert, der seit 1. Oktober 2026 die künstlerische
Leitung von Grafenegg innehat. Im Mittelpunkt standen die weitere
Entwicklung des international renommierten Musikstandorts und die
künstlerischen Perspektiven unter seiner neuen Leitung.
„Grafenegg zeigt, was Niederösterreich kann: kulturelle Exzellenz
auf internationalem Niveau, getragen von regionaler Stärke. Mit
Johannes Neubert übernimmt eine Persönlichkeit, die Grafenegg schon
in den Gründungsjahren mitgestaltet hat und für Kontinuität ebenso
wie für neue Impulse steht. Gemeinsam wollen wir diese
Erfolgsgeschichte weiterschreiben und noch mehr Menschen für
klassische Musik begeistern“, betonte die Landeshauptfrau.
Neubert verbinde internationale Erfahrung mit einer engen
Beziehung zu Grafenegg, so Mikl-Leitner. Als Geschäftsführer des
Festivals von 2005 bis 2010 habe er die Anfänge entscheidend
mitgeprägt. Seine weiteren Stationen bei den Wiener Symphonikern und
dem Orchestre National de France hätten ihn an bedeutende
Institutionen des europäischen Musiklebens geführt. „Johannes Neubert
kennt Grafenegg von der ersten Stunde an. Er bringt Erfahrung,
Herzblut für die Musik und neue Ideen mit. Das sind beste
Voraussetzungen, um Bewährtes weiterzuführen und neue künstlerische
Perspektiven zu eröffnen“, sagte Mikl-Leitner.
Die Landeshauptfrau unterstrich zudem, für die Zukunft des
Standorts sei ein starkes Fundament geschaffen worden. Die bis 2070
verlängerte Partnerschaft mit der Familie Metternich sichere
Grafenegg langfristig ab. Mit dem neuen Rudolf Buchbinder Saal werde
das kulturelle Angebot außerdem entscheidend erweitert.
Der hohe künstlerische Anspruch und der Zugang zu Kunst und
Kultur für ein breites Publikum gehörten in Grafenegg zusammen,
führte sie aus. Der Standort bringe Menschen aus aller Welt nach
Niederösterreich und gebe damit auch wichtige Impulse für die Region.
„Gerade in Grafenegg kann man Musik nicht nur hören, sondern mit
allen Sinnen erleben. Diesen besonderen Charakter wollen wir bewahren
und weiterentwickeln. Denn Kunst und Kultur sollen für möglichst
viele Menschen erlebbar sein“, hielt Mikl-Leitner fest.
Johannes Neubert unterstrich seine persönliche Verbundenheit mit
Grafenegg: „Es ist für mich so etwas wie ein Nachhausekommen.“ Sein
Ziel sei es, mit höchstem Qualitätsanspruch Menschen für klassische
Musik aller Epochen zu begeistern. Das Festival bleibe dabei das
Flaggschiff. Zugleich wolle er Grafenegg als Ort der Begegnung
stärken und den Austausch zwischen Stars und jungen Talenten, Profis
und Amateuren sowie zwischen Kunstschaffenden und Publikum fördern.