Wien (OTS) – Nach den bekanntgewordenen horrenden PR-Beratungskosten
der
Wirtschaftskammer Wien unter Walter Ruck lässt die FPÖ sämtliche
Kooperationen der Stadt Wien mit der Wirtschaftskammer durch den
Stadtrechnungshof prüfen. Ein diesbezügliches Prüfersuchen wird in
den kommenden Tagen erstellt werden. Dies kündigt heute der Wiener
FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss an.
„Die aktuellen Enthüllungen werfen auch brisante Fragen zur Rolle
von SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig auf. Denn besonders auffällig
ist, dass die Wirtschaftskammer nicht nur über Jahre die PR-Agentur
von Wolfgang Rosam mit Beratungsaufträgen bedachte, sondern es drei
Sonderausgaben des Gourmetmagazins Falstaff des Herausgerbers
Wolfgang Rosam gab, die von Stadt Wien und Wirtschaftskammer Wien
gemeinsam finanziert wurden“, so Krauss.
„In genau diesen Ausgaben des Magazins wird sowohl Ruck als auch
seinem engen politischen Verbündeten Michael Ludwig mit
schmeichelweichen Interviews eine Bühne geboten. Wenn die
Wirtschaftskammer gemeinsam mit der Stadt Wien drei Ausgaben des
Gourmetmagazins finanziert, das gleichzeitig positive
Berichterstattung über den SPÖ-Bürgermeister veröffentlicht, stellt
sich die Frage, ob hier unzulässige Parteispende für die Ludwig-SPÖ
vorliegt“, erklärt Krauss weiter.
Der Wiener FPÖ-Klubobmann verweist darauf, dass es in den
vergangenen Jahren zahlreiche gemeinsame Kampagnen von Stadt Wien und
Wirtschaftskammer Wien gegeben hat. Gleichzeitig haben die Berater
Rudolf Fußi und Wolfgang Rosam horrende Beratersummen kassiert. „Der
Stadtrechnungshof muss jetzt sämtliche finanzielle Verflechtungen und
Kooperationen zwischen der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer
durchleuchten. Ludwig und Ruck müssen unmittelbar offenlegen, ob hier
öffentliche Mittel und natürlich auch Pflichtbeiträge für politische
Eigenwerbung eingesetzt wurden“, fordert Krauss.