Wien (OTS) – Die „kulturMATINEE“ am Sonntag, dem 11. Oktober 2026 –
ab 9.05 Uhr in
ORF 2 und auf ORF ON – widmet sich mit dem Porträt „Anton Bruckner –
Das rätselhafte Genie“ (9.50 Uhr) dem oberösterreichischen
Komponisten und Musiker anlässlich dessen 130. Todestags. Regisseur
Thomas Macho versucht in seinem Film, den Ausnahmekünstler in all
seiner Widersprüchlichkeit greifbar zu machen. Einstimmend darauf ist
eine von Fritz Aigner gestaltete Ausgabe der Reihe „Traumschlösser
und Ritterburgen“ (9.05 Uhr) in Bruckners Heimat herrschaftlichen
Bauwerken zwischen Steyr und Schärding auf der Spur. Den von Clarissa
Stadler präsentierten ORF-Kulturvormittag beschließt die
„kulturWOCHE“ (10.55 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps.
„Traumschlösser und Ritterburgen – Von Steyr nach Schärding“ (
9.05 Uhr)
Ein Zentrum für musische Bildung hier, ein Krankenhaus für Pferde
da – die Burgen und Schlösser von Steyr bis Schärding werden heute
vielfältig genutzt und bieten den Menschen, die sie mit Leben füllen,
mehr als nur ein passendes Ambiente für ihre Ideen.
In Steyr erhebt sich über dem Zusammenfluss von Steyr und Enns
Schloss Lamberg, das aus der historischen „Styraburg“ hervorgegangen
ist. Diese gab der Stadt Steyr ihren Namen.
Versteckt am südlichen Rand von Linz liegt das prachtvolle
Schloss Tillysburg, dessen heutige Gestalt auf das 17. Jahrhundert
zurückgeht. Alljährlich im Sommer wird es zur Festspielkulisse.
Schloss Parz in Grieskirchen zählt zu den beeindruckendsten
Renaissanceschlössern Österreichs. Es wurde zu Beginn des 16.
Jahrhunderts von Sigmund Ludwig von Polheim errichtet. Ende der
1980er Jahre entdeckte man auf der Südfassade den größten erhaltenen
Zyklus von Renaissancefresken nördlich der Alpen.
Schloss Zell an der Pram im Bezirk Schärding wurde im 13.
Jahrhundert von den „Herren von Celle“ errichtet. Heute wird es vom
Land Oberösterreich als Zentrum für musische Erwachsenenbildung
genutzt.
Von der ursprünglichen Anlage der Burg Schärding sind heute nur
noch markante Mauerzüge, der Burggraben mit der Zwingermauer und ein
äußerer Torturm erhalten.
„Anton Bruckner – Das rätselhafte Genie“ (9.50 Uhr)
Ein für lange Zeit gepflegtes Klischee vom „Musikanten Gottes“
stimmt so gar nicht mit Anton Bruckners herausforderndem Charakter
überein. Seine Persönlichkeit war genauso vielschichtig und sogar
verstörend wie seine Musik. Wie nähert man sich aber einem so schwer
zu fassenden Menschen, einem musikalischen Monolithen und
gleichzeitig völlig aus der Zeit gefallenen, sich allen
gesellschaftlichen Konventionen entziehenden Künstler?
Es ist immer noch erstaunlich, wie Anton Bruckner, der aus
äußerst einfachen Verhältnissen stammte, ein so gewaltiges
musikalisches Werk schaffen konnte; mit wenigen Vorbildern, aber mit
einer unerschütterlichen Kraft und Inspiration, aus der heraus er
einen völlig neuen musikalischen Kosmos erdachte und diesen oft –
immer um das Perfekte und Einzigartige ringend – in mehrfachen
Fassungen Desselben zu Papier brachte.
Zahlreiche Augen- und Zeitzeugenberichte ausschließlich aus
authentischen Quellen zeichnen ein differenziertes und aus
unterschiedlichen Perspektiven zusammengesetztes gegensätzliches Bild
der einzigartigen künstlerischen Persönlichkeit. Parallel dazu
behandelt die Dokumentation Bruckners fast rätselhaften Zugang zur
Musik und das daraus resultierende einzigartige Oeuvre.