Wien (OTS) – Die Stadt Wien investiert massiv in den Ausbau der
Radinfrastruktur.
Seit Beginn der großen Radwegoffensive 2021 flossen in den
vergangenen Jahren 130 Millionen Euro in den Ausbau und die
Verbesserung der Radinfrastruktur. Die Bilanz: Insgesamt wurden bis
heute über 100 Kilometer neue Radwege realisiert, dazu kamen 50
Kilometer im Bezirksnetz. Heuer kommen nochmals 12,5 Kilometer dazu.
Für die Wiener*innen bedeutet das: moderne, breite und lückenlose
Verbindungen, die maximale Sicherheit und Komfort im Stadtverkehr
bieten und den Umstieg aufs Rad erleichtern.
In Floridsdorf und in der Donaustadt läuft die Radwegoffensive
auf Hochtouren. In den Bezirken links der Donau – LiDo – wurden
bereits etliche Projekte umgesetzt.
Eines der großen Highlights in der Donaustadt ist die
Fertigstellung des Mega-Radhighways in der Wagramer Straße. Neben
einem über vier Meter breiten Zwei-Richtungs-Radweg wurden in der
Wagramer Straße insgesamt rund 8.000 Quadratmeter entsiegelt und über
100 neue Bäume gepflanzt. Außerdem wurde hier auf einer Länge von 250
Metern Wiens erster „Straßenpark“ errichtet.
Um den Wiener*innen die Orientierung im wachsenden Radnetz links
der Donau – LiDo – zu erleichtern, haben die Bezirke Floridsdorf und
Donaustadt gemeinsam mit der Mobilitätsagentur Wien eine neue
Radkarte erstellt, die alle neuen Verbindungen abbildet und damit den
Auf- und Umstieg auf das Fahrrad so einfach wie nie zuvor macht.
Initiiert wurde die Radkarte vom SPÖ-Abgeordneten Josef Taucher .
„In den letzten Jahren hat der Radverkehr in Wien stetig zugenommen.
Mit der Wiener Radwegeoffensive haben wir den Ausbau der
Radinfrastruktur massiv vorangetrieben und damit das Hauptradnetz
sicherer und durchgängiger gemacht. Bis 2026 haben wir in Wien rund
100 Kilometer neue Radwege realisiert – das sind gebaute Einladungen
zum Radfahren für die Wiener*innen“, sagt Taucher.
Die neue LiDo-Radkarte: Orientierungshilfe für ein neues
Fahrgefühl
Die frisch aufgelegte LiDo-Radkarte dient als praktischer Kompass im
Alltag. Sie bildet das gesamte Haupt- und Bezirksradwegenetz auf
aktuellem Stand ab und hebt die neu geschaffenen, baulich getrennten
Routen übersichtlich hervor. Neben den reinen Fahrstrecken enthält
die Karte wertvolle Zusatzinformationen wie die Standorte von
Trinkbrunnen, Radservicestationen, Fahrradgeschäften sowie die
Stationen des WienMobilRads. Die Karte ist ab sofort kostenlos als
gedruckte Version erhältlich sowie digital als PDF abrufbar.
„Die neue LiDo-Radkarte zeigt auf, welche Radwege links der Donau
zur Verfügung stehen, um die Bezirke noch besser erkunden zu können.
Vom Wolkenkratzer bis zum Weingarten, vom Donaustrand bis zur UNO-
City: Unsere Bezirke links der Donau stecken voller Entdeckungen. Mit
der LiDo-Radkarte laden wir alle Wiener*innen ein, Wien auf den
besten Routen zu erkunden. Auf geht’s in die Pedale – Natur und
Großstadtflair warten direkt vor der Haustür“, freut sich der
Initiator und SPÖ-Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat
Josef Taucher.
Auch der Bezirksvorsteher der Donaustadt, Ernst Nevrivy , zeigt
sich erfreut über die neue Radkarte: „Die Radwege in der Donaustadt
werden stetig ausgebaut. Das betrifft zum einen die großen Achsen
quer durch den Bezirk und zum anderen die vielen Lückenschlüsse, die
ein noch besseres Vorankommen erleichtern. So ist man mit dem Rad
nicht nur schneller bei der U-Bahn oder in der Stadt. Durch die
vielen neuen Zwei-Richtungs-Radwege, die auch baulich getrennt vom
übrigen Verkehr für mehr Sicherheit sorgen, ist das Radfahren in der
Donaustadt für die ganze Familie attraktiv und wird entsprechend gern
genutzt.“
Cornelia Sucher , SPÖ-Abgeordnete zum Wiener Landtag und
Gemeinderat und Vorsitzende der Lokalen Agenda 21 Wien, zeigt sich
ebenfalls erfreut über die neu initiierte Radkarte: „Ob der Weg zur
Arbeit, in die Schule oder zum Supermarkt: Alltägliche Besorgungen
lassen sich dank Wiens neuer Radinfrastruktur sicher, komfortabel und
umweltfreundlich wie nie zuvor erledigen. Mit der neuen LiDo-Radkarte
im Gepäck behält man dabei jederzeit perfekt den Überblick über alle
Radrouten in Floridsdorf und der Donaustadt. Ich lade alle
Radfahrenden – und jene, die es noch werden wollen – herzlich ein,
sich ihr persönliches Exemplar zu sichern und die LiDo-Bezirke –
links der Donau – aus einer völlig neuen Perspektive zu entdecken.
Vielleicht ist ja die eine oder andere neue Lieblingsstrecke dabei.
Ich wünsche viel Freude beim Erkunden und eine gute Fahrt.“
Auch in Floridsdorf wurden seit Beginn der Offensive etliche
Projekte umgesetzt. Dazu gehören etwa der neue Zwei-Richtungs-Radweg
auf der Floridsdorfer Hauptstraße sowie die Prager Straße und die
Angerer Straße, die jeweils eine sichere Radverbindung erhielten. Ein
weiteres Beispiel ist die Leopoldauer Straße: Hier wurden auf beiden
Seiten insgesamt 1,2 Kilometer lange Ein-Richtungs-Radwege errichtet
und17 neue Bäume gepflanzt, die Schatten spenden und Abkühlung
bieten.
„Der Ausbau des Radwegenetzes in Floridsdorf bringt allen etwas –
nicht nur jenen, die mit dem Rad unterwegs sind. Eigene
Verkehrsflächen für unterschiedliche Nutzergruppen erhöhen die
Sicherheit und helfen, Konflikte zwischen Radfahrenden, Fußgänger*
innen, Öffis und dem Autoverkehr zu vermeiden. Gleichzeitig schaffen
die notwendigen Umbauten gerade in unserem Bezirkszentrum neue
Möglichkeiten für mehr Grün und breitere Gehsteige. Gute Radwege sind
deshalb nicht nur ein Gewinn für Radfahrerinnen und Radfahrer,
sondern für alle, die sich in Floridsdorf bewegen“, sagt Georg Papai
, Bezirksvorsteher von Floridsdorf.
SPÖ-Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin Astrid Pany ergänzt:
„In umweltfreundliche Mobilität zu investieren, heißt, in die Zukunft
unserer Kinder zu investieren. Sichere Radwege fördern Bewegung und
Gesundheit, stärken das Bewusstsein für Klimaschutz und ermöglichen
Kindern und Jugendlichen, immer mehr Wege selbstständig
zurückzulegen. Auch das gehört für mich zu einem familienfreundlichen
Floridsdorf.“
Martin Blum, Radverkehrsbeauftragter Wien und Geschäftsführer der
Mobilitätsagentur Wien: „Die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt
stehen im Fokus des Radwegeausbaus der Stadt Wien. In beiden Bezirken
wurden zahlreiche wichtige Radverbindungen geschaffen, im 22. Bezirk
etwa die neuen Radwege auf der Wagramer Straße, auf der Erzherzog-
Karl-Straße und auf der Donaustadtstraße. Im 21. Bezirk errichtete
die Stadt unter anderem Radwege auf der Floridsdorfer Hauptstraße,
der Leopoldauer Straße und der Prager Straße. Der wichtige Radweg auf
der Brünner Straße ist gerade in Bau. Auch in den kommenden Jahren
werden weitere Projekte umgesetzt, die das Radfahren links der Donau
noch komfortabler und sicherer machen. Die LiDo-Radkarte bietet dabei
Orientierung im über 500 Kilometer langen Radwegenetz der beiden
Bezirke. “
Neben dem Ausbau der Radinfrastruktur werden im Zuge der
Initiative „Raus aus dem Asphalt“ zeitgleich umfassende
Begrünungsmaßnahmen umgesetzt. Neue Grünstreifen, schattenspendende
Bäume und entsiegelte Flächen sorgen für Abkühlung und ein
komfortables Fahrgefühl an heißen Sommertagen.
Bildmaterial Rote Rathausklub