Wien (OTS) – „Österreichische Gaskunden haben Deutschlands
Speicherbefüllung schon
einmal mitbezahlt. Das darf sich nicht wiederholen. Minister
Hattmannsdorfer muss endlich tätig werden und in Berlin durchsetzen,
dass Gaslieferungen nach Österreich von jeder neuen Speicherumlage
ausgenommen bleiben“, fordert FPÖ-Energiesprecher NAbg. Paul Hammerl.
Deutschland habe das Staatsunternehmen SEFE behördlich
angewiesen, bis zum 15. Dezember zusätzliche acht Terawattstunden Gas
einzukaufen und einzuspeichern. Auch die Beschaffung einer
strategischen Gasreserve werde diskutiert. Beim letzten Mal sei dies
über eine Abgabe auf alle Gasmengen bezahlt worden, die durch das
deutsche Gasnetz fließen. Österreich betreffe diese Abgabe
unmittelbar, denn seit dem Ende des Gastransits durch die Ukraine
würden die Gasimporte fast ausschließlich über das deutsche Gasnetz
transportiert. Eine Abgabe auf diese Lieferungen würde direkt die
Gasrechnungen österreichischer Haushalte und Betriebe belasten. Genau
das sei auch nach der Energiekrise 2022 geschehen. Erst 2025 sei
diese Umlage wieder entfallen.
ÖVP-Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer habe Österreich
und Europa noch vor wenigen Tagen für den Winter als gut gerüstet
erklärt. Deutschland zeige jetzt, dass dem offenbar nicht so ist.
Ende September seien die heimischen Speicher erst zu rund 68 Prozent
gefüllt gewesen, obwohl die EU ein Speicherziel von 90 Prozent
vorsieht. Mit der nun beginnenden Heizperiode steige der Verbrauch
und werde der Speicherstand laufend sinken.
„Während Hattmannsdorfer beschwichtigt, ordnet Deutschland
hingegen Gaseinkäufe an. Jetzt muss der Minister verhindern, dass
Berlin auch die Rechnung nach Österreich schickt. Wartet er ab, bis
eine neue Umlage beschlossen ist, schädigt er die Österreicher und
die heimische Wirtschaft neuerlich. Wir brauchen keinen Schönwetter-
PR-Minister, der uns erklärt, wie schwierig alles ist und wie
ambitioniert er nicht die Lage beobachtet, sondern wir brauchen
endlich eine Bundesregierung, die tatsächlich für Österreich
arbeitet!“, so Hammerl abschließend.