Vom regionalen zum europäischen Lebensmittel-Händler

Wien (OTS) – Was haben der in Wien ansässige CLUB Tirol und der in
Salzburg
beheimatete größte Lebensmittelhändler Österreichs gemeinsam? Tiroler
Wurzeln . Wie die einstige „Handelsvereinigung SPAR Tirol/Pinzgau“
vom regionalen Händler zum heimischen Marktführer und bedeutendem
europäischen Handelsunternehmen wurde, wie der nach wie vor in
Familienhand befindliche Konzern heute „tickt“ und wohin die Reise in
die Zukunft geht, dazu gab der gebürtige Tiroler Markus Kaser – Stv.
Vorstandsvorsitzender der SPAR Österreich-Gruppe – jüngst einer
großen Schar von Club-Tirol-Mitgliedern einige exklusive Einblicke.
Passend vorgetragen in den Räumlichkeiten des im Wiener Austria
Campus gelegenen SPAR ICS Hub.

„Es ist toll, was dieses Familienunternehmen auf die Füße
gestellt und sich zugleich seine hohe österreichische Identität
bewahrt hat“, eröffnete Club Tirol-Präsident Julian Hadschieff den
Vortragsabend. Moderatorin Isabella Burtscher zeichnete anschließend
mit launigen Worten kurz den Karriereweg ihres einstigen HTL-
Schulkollegen Markus Kaser an die Spar-Spitze nach: der studierte
Betriebswirt Kaser stieg bereits im Jahr 1998 in das Unternehmen ein,
er ist seit 2021 Mitglied im SPAR-Vorstand (verantwortlich für die
Bereiche Sortimentsmanagement, Marketing, CSR, Nachhaltigkeit und IT)
und wird ab 2028 neuer Vorstandsvorsitzender.

Zwtl.: Regionalität und Eigenmarken

Die Zukunft des Unternehmens ist, so Markus Kaser, naturgemäß eng
mit der historischen Entwicklung der SPAR Österreichische
Warenhandels-AG verknüpft. Beginnend mit der 1954 erfolgten Gründung
der Vereinigung durch Hans F. Reisch mit damals 100 selbständigen
Kaufleuten, zeichnet sich das Wachstum durch eine immer schrittweise,
mit innovativen Lösungen verbundene Erweiterung der Geschäftsfelder
aus. Vom Aufbau der Filialorganisation in den 1970er, der Entwicklung
von Shopping-Center in den 1980er, dem Schritt über die Grenzen in
den 90er, der Forcierung von Eigenmarken ab den 2000er bis hin zur
aktuellen, stetigen Anpassung des Warensortiments auf
gesellschaftliche Trends wie beispielsweise gesunde Ernährung.

„SPAR macht sich stark für deine Lebensqualität, an erster Stelle
für unsere Mitarbeitenden und unsere Kunden“, bringt Kaser die
Kernphilosophie des Unternehmens auf den Punkt. Ob entschlossen
preiswert zu sein, Motivation für ein bewusstes Leben zu bieten, sich
für Wertvolles und Gesundes einzusetzen – diese immer schon
vorhandene, in jüngster Zeit auch festgeschriebene Philosophie „hebt
uns vielleicht von anderen Lebensmittelhändlern ab, sie gibt uns
jedenfalls Struktur und Richtung in allen Ländern, in denen wir tätig
sind.“ Die SPAR-Gruppe ist mit ihren verschiedenen Geschäftstypen (
vom kleinen Markt bis zum Shoppingcenter) neben Österreich
mittlerweile auch in Ungarn, Slowenien, Kroatien und Norditalien
tätig und hat insgesamt 93.400 Mitarbeitende (davon 50.100 in
Österreich in den 1.574 heimischen SPAR-Standorten). Der somit
bereits bedeutende (mittel)europäische Lebensmittel-Händler erzielt
so einen Gesamtumsatz von 22,3 Mrd. Euro (2025).

Zu den „Erfolgsrezepten“, die SPAR Österreich wohl auch seit 2020
mit zum heimischen Marktführer gemacht haben, gehört für Kaser unter
anderem die über die Jahrzehnte beibehaltene starke Regionalisierung.
Die sechs Regionalzentralen können jeweils sehr autonom über das
angebotene Warensortiment entscheiden: „Eine unserer Stärken, dazu
kommt auch die nach wie vor große Zahl an selbständig agierenden
Kaufleuten.“ Ein Erfolg sei auch das starke Setzen auf Eigenmarken.
Mittlerweile gibt es, aufgeteilt in verschiedene Kategorien,
insgesamt 40 Eigenmarken, die über 10.000 Artikel umfassen. Verstärkt
durch die Einführung von Initiativen wie „Einfach OHNE“ (Reduzierung
von Zusatzstoffen in Eigenmarkenartikeln) oder die „zuckerraus
Initiative“. Kaser: „Das stark wachsende Gesundheitsbewusstsein
gerade bei jungen Menschen ist da sicherlich ein Treiber.“

Aber warum setzt SPAR weiter auf „Old-school-Dinge“ wie etwa das
Sammeln von Rabattmarkerln? Ganz einfach: „Die Österreicher:innen
sind Gambler, sie lieben Aktionen.“ Diese „Aktionsliebe“ mache
nebenbei auch den vielzitierten „Österreich-Aufschlag“ auf viele
Waren im Vergleich zu Nachbarländern letztlich wieder wett. Natürlich
gibt’s die Markerln längst auch digitalisiert über die SPAR-App.
Diese hat mittlerweile immerhin 3,8 Millionen Nutzer:innen und ist
speziell für die junge Generation das „Einfallstor“ in die SPAR-
Welten.

Stichwort Digitalisierung, die läuft bei der SPAR-Gruppe
permanent quasi hinter den Verkaufsregalen. Vom Lager bis zur Kasse –
der Einsatz neuer Technologien, intelligenter Automatisierung sowie
datengetriebener Prozesse sorgt ganz allgemein für einen kräftigen
Wandel im Handel. Dessen Zukunft ist sozusagen digital. Aber, so
Kaser, „keine Sorge, das analoge Verkaufserlebnis in unseren Märkten
bleibt erhalten.“

Zwtl.: Kulinarik von Paul Ivic

Wie stark SPAR immer wieder mit anderen österreichischen
Unternehmern etwa bei der Entwicklung neuer Produkte kooperiert,
davon durften sich die Club-Tirol-Mitglieder am Ende der
Veranstaltung überzeugen. Kein geringerer als Österreichs erster mit
einem Michelin-Stern ausgezeichneter vegetarischer Koch, der
ebenfalls aus Tirol stammende Paul Ivic , kreierte eigens für das
Event ein Flying Buffet. Natürlich mit regionalen Produkten aus
Tirol.

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