ÖVP – Hungerländer ad Neos: Integrationslandkarte im Bund fordern, Segregationsbericht in Wien blockieren

Wien (OTS) – „Dass die Neos nun auf Bundesebene eine
Integrationslandkarte
fordern, zeigt, dass die Problematik von Segregation und
Parallelgesellschaften mittlerweile offenbar auch bei den Neos
Aufmerksamkeit findet. Die wissenschaftlichen Grundlagen dafür wurden
bereits mit dem Segregationsbericht des Bundes geschaffen. Genau
einen solchen detaillierten Blick auf Wien fordert die Wiener
Volkspartei allerdings seit Jahren“, so Integrationssprecherin
Gemeinderätin Caroline Hungerländer in Reaktion auf die jüngsten
Äußerungen.

Bereits 2023 forderte die Wiener Volkspartei in einem Dringlichen
Antrag im Gemeinderat einen eigenen detaillierten Segregationsbericht
für Wien nach Vorbild des Bundes. Dieser sollte durch ein Hotspot-
Monitoring ergänzt werden und als Grundlage für konkrete Maßnahmen
gegen soziale, ethnische und kulturelle Segregation dienen. Die
damalige Forderung wurde von SPÖ und Neos in Wien jedoch vom Tisch
gewischt.

„Die Volkspartei ist bei diesem Thema längst vorangegangen und
hat mit dem Segregationsbericht des Bundes eine wichtige
wissenschaftliche Grundlage geschaffen, während SPÖ und Neos eine
entsprechende Analyse für Wien bis heute blockieren. Vielleicht
sollte Neos-Klubobmann Yannick Shetty zunächst einmal diesen Bericht
lesen und anschließend seine Wiener Parteifreunde davon überzeugen,
dass das, was er im Bund fordert, auch in Wien dringend notwendig
ist“, so Hungerländer.

„Es ist schon bemerkenswert, wenn die Neos im Bund jetzt genau
jene Instrumente fordern, deren Umsetzung sie in Wien seit Jahren
blockieren. Wer Parallelgesellschaften sichtbar machen und gezielt
bekämpfen will, muss dort anfangen, wo die Herausforderungen
besonders groß sind. Gerade Wien braucht eine wissenschaftlich
fundierte Analyse, die zeigt, wo sich Segregation verfestigt und wo
konkreter Handlungsbedarf besteht“, so Hungerländer.

Die Wiener Volkspartei habe wiederholt vor der zunehmenden
Bildung von Parallelgesellschaften und der Verfestigung von
Segregation gewarnt. „„Dass die Problematik von Segregation und
Parallelgesellschaften nun zumindest bei den Neos im Bund
Aufmerksamkeit findet, reicht allerdings nicht. Dann müssen sie
nämlich aber auch in Wien entsprechend handeln. Wir brauchen endlich
einen eigenen Wiener Segregationsbericht samt Hotspot-Monitoring und
darauf aufbauend konkrete Maßnahmen in jenen Grätzln, in denen
Integration nicht ausreichend gelingt“, so Hungerländer abschließend.