Sanierungsoffensive: Förderungen müssen sich stärker an CO₂-Einsparung orientieren

Wien (OTS) – Bei der geplanten Sanierungsoffensive 2027 sollten sich
die
Förderungen an der tatsächlichen Treibhausgasreduktion orientieren,
appelliert die Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Sie warnt zudem vor einer
einseitigen Bevorzugung der Fernwärme.

Wärmepumpen leisten doppelten Beitrag

Die jüngste Hitzewelle zeigt, dass Lösungen zur Kühlung von
Gebäuden immer wichtiger werden. Genau dazu können moderne
Wärmepumpen – neben einer klimafreundlichen Wärmeversorgung –
beitragen. „Angesichts der anhaltenden Hitzeperioden müssen Gebäude
künftig nicht nur energieeffizient, sondern auch hitzetauglich sein“,
betont Manfred Denk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk.

So, wie die Förderbedingungen für 2027 derzeit diskutiert werden,
würde jedoch der Anschluss an Nah- und Fernwärme grundsätzlich
bevorzugt. Wärmepumpen und moderne Holzheizungen wären demnach nur
dann förderfähig, wenn ein Fernwärmeanschluss technisch nicht möglich
oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist.

Für Fernwärmeanschlüsse wären Förderpauschalen in gleicher Höhe
wie für Wärmepumpen und Holzheizungen vorgesehen. Aus Sicht von
Gewerbe und Handwerk sollten Technologien mit besonders hoher
Emissionsreduktion stärker gefördert werden als Systeme mit
geringerer Klimawirkung. „Entscheidend darf nicht sein, welche
Technologie zum Einsatz kommt, sondern wie viel CO₂ tatsächlich
eingespart wird. Effiziente Wärmepumpen und moderne Holzheizungen
leisten hier einen wesentlichen Beitrag und sollten stärker
unterstützt werden als Fernwärmeanschlüsse“, fordert Denk.

Planungssicherheit für Betriebe und Konsumenten

Darüber hinaus braucht es einen nahtlosen Übergang zwischen den
Förderprogrammen. Die Anmeldung bzw. Vormerkung für Förderungen der
Sanierungsoffensive 2027 sollte bereits ab 1. September 2026 möglich
sein. Dadurch könnten Heizungsmodernisierungen noch 2026 umgesetzt
werden. Das würde Betrieben und Konsumenten Planungssicherheit geben
und könnte sicherstellen, dass Härtefälle vermieden werden – wenn zum
Beispiel eine Heizungsanlage mitten im Winter ausfällt und die
Modernisierung nur aufgrund eines Förderübergangs verzögert werden
müsste.

„Wir wollen klare Aussagen, wie die Förderung in den kommenden
Jahren weitergeführt wird. Wer investieren möchte, braucht eine
verlässliche Perspektive – nur klare Rahmenbedingungen schaffen
Vertrauen und unterstützen den Umstieg auf klimafreundliche
Heizsysteme“, so Denk abschließend. (PWK385/HSP)