„Mont-Saint-Michel – Das rätselhafte Labyrinth“ in „kreuz & quer“

Wien (OTS) – Der Mont-Saint-Michel zieht als eines der berühmtesten
Fotomotive
weltweit jährlich mehrere Millionen Besucherinnen und Besucher an.
Viele Rätsel ranken sich um dieses Labyrinth an verschachtelten
Gängen, Treppen und Hallen, das im Laufe der Zeit heidnischer Tempel,
Zufluchtsort für Eremiten, starke romanische Abtei, gotisches
Wunderwerk der Architektur, uneinnehmbare Festung und Gefängnis war.

Schon auf den ersten Blick ist der Mont-Saint-Michel ein Rätsel.
Wie konnte aus einem von ein paar Eremiten besiedelten Inselchen am
Ende der Welt im Laufe der Jahrhunderte dieses einzigartige Bauwerk
werden, das nun Millionen Besucherinnen und Besucher anlockt? Wie
konnte ein Unwettern, Stürmen und Erdbeben ausgesetzter Felsen
zwischen der Normandie und der Bretagne, zwischen Frankreich und
England, zu einem strategischen Ort werden, an dem Geschichte
geschrieben wurde? Diesen Fragen geht am Dienstag, dem 18. August
2026, um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die neue „kreuz & quer“-
Dokumentation „Mont-Saint-Michel – Das rätselhafte Labyrinth“ von
Marc Jampolsky nach.

Das komplexe Labyrinth aus Treppenaufgängen, Krypten,
Geheimgängen und Sälen, verteilt auf vier Etagen, verrät viel über
sein Entstehen. An manchen Stellen sieht man noch den rohen Felsen,
der nach und nach zugebaut wurde, andernorts entdeckt man in
Sackgassen so manche Überreste ehemaliger Bauten. Die Abtei ist das
Ergebnis einer langen Abfolge von Bauprojekten und Einstürzen, die
ihre architektonische Struktur verändert haben. Dabei birgt der Mont-
Saint-Michel noch viele Geheimnisse aus seiner 1.300-jährigen
Geschichte, die nur darauf warten, entschlüsselt zu werden. Dieses
Unterfangen wird allerdings dadurch erschwert, dass die umfangreichen
Archive beim Bombardement von Saint-Lô 1944 zerstört wurden und es
somit kaum noch schriftliche Quellen gibt. Ebenso wenig gibt es einen
genauen Bauplan der Gebäude. Zudem haben die Restauratoren des 19.
Jahrhunderts versucht, die Spuren der Zeit zu beseitigen, und so ein
fälschlicherweise kohärentes Gesamtwerk hinterlassen.

Bei den Restaurierungsarbeiten der vergangenen Jahre ging es
somit zunächst darum, mit Hilfe neuer Techniken zum Erstellen von
Modellen und Datieren von Gebäudeteilen die Bauweise des Monuments zu
verstehen. So soll die Chronologie dieses beeindruckenden Bauwerks
berichtigt und damit auch so manches Rätsel aus seiner turbulenten
Geschichte gelöst werden.