Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagiert Wiens
FPÖ-Landesparteiobmann Stadtrat
Dominik Nepp auf die Aussagen von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker im
heutigen Krone-Sommerinterview. Dort rechtfertigt Hacker die
Behandlung syrischer Patienten in Wiener Spitälern mit den Worten,
dass „jemand die Rechnung zahlt“, während dies beim „Gramatneusiedler
Gastpatienten“ nicht der Fall sei.
„Diese Aussage ist eines Gesundheitsstadtrats unwürdig. Ja, die
Rechnung zahlt jemand, nämlich die österreichischen Steuerzahler,
aber ganz bestimmt nicht der Syrer“, so Dominik Nepp. Ausgerechnet
einen österreichischen Staatsbürger gegenüber einen syrischen
Staatsangehörigen herunterzustellen, sei beschämend und einer
Regierungspartei unwürdig.
Hacker offenbare damit sein bemerkenswertes Verständnis von
Fairness: „Ein Niederösterreicher, der mit seinen Steuern unser
Gesundheitssystem mitfinanziert, wird zum Problem erklärt,
gleichzeitig wird suggeriert, bei einem Syrer sei die Finanzierung
kein Thema. Tatsächlich alimentieren die Bürger dieses Landes den
Syrer von der Zahnbürste bis hin zur Wohnung“, so Nepp über ein außer
Rand und Band gelaufenes Wiener Gesundheits- und Sozialsystem, das
Einheimischen gegenüber immer respektloser werde.
Für die finanzielle Schieflage trügen tatsächlich Hacker, Ludwig
und Hanke selbst die Verantwortung: „Wer hat denn für Wien den
Finanzausgleich 2023 und damit auch die Gesundheitsfinanzierung
verhandelt?“, erinnert Nepp an die Rolle von Gesundheitsstadtrat
Hacker, dem damaligen Finanzstadtrat Hanke sowie Städtebund-Präsident
Bürgermeister Michael Ludwig. Wien braucht auch in der Gesundheit
einen echten Kurswechsel, den es nur mit der FPÖ gibt: „Wer sein
eigenes Versäumnis mit derartigen Aussagen kaschieren muss, ist als
Gesundheitsstadtrat jedenfalls nicht länger tragbar“, schließt Nepp.