Grüne/Voglauer: Hitzewelle rollt über Österreich – Regierung lässt Menschen in der Klimakrise im Stich

Wien (OTS) – Österreich erlebt die nächste Hitzewelle. Während Kinder
in
überhitzten Wohnungen kaum schlafen können, ältere und
pflegebedürftige Menschen in Pflegeheimen und Spitälern unter der
extremen Hitze leiden, Böden austrocknen, Bäche und Quellen immer
weniger Wasser führen und Bäuerinnen und Bauern um ihre Ernten
bangen, bleibt die Bundesregierung beim Klimaschutz weiter untätig
und verschärft damit die Folgen der Klimakrise für die Menschen in
Österreich.

„Die Klimakrise ist keine Zukunftsfrage mehr. Sie brennt uns
gerade den Boden unter den Füßen weg. Europa steht in Flammen, unsere
Bäuerinnen und Bauern kämpfen um ihre Ernte, und trotzdem bremst die
Bundesregierung den notwendigen Klimaschutz weiter aus. Austrocknende
Böden, sinkende Wasserverfügbarkeit und Ernteausfälle zeigen, was
verschleppter Klimaschutz unsere Lebensgrundlagen kostet. Diese
Untätigkeit macht die Folgen der nächsten Hitzewelle noch schlimmer.
Das ist Politik nach dem Motto: Augen zu und durch. Nur leider geht
sich das bei der Klimakrise bei weitem nicht mehr aus“, sagt
Landwirtschaftssprecherin der Grünen, Olga Voglauer.

Die Klimakrise trifft nicht alle gleich. Wer sich Klimaanlagen,
ein gut gedämmtes Haus oder einen Rückzugsort im Grünen leisten kann,
kommt leichter durch die Hitzewellen. Wer das nicht kann, ist der
Hitze schutzlos ausgeliefert. Gleichzeitig trifft die Klimakrise auch
den ländlichen Raum hart. Hitze und Trockenheit bedeuten weniger
Ertrag, mehr Bewässerungsbedarf, steigende Kosten und immer größere
Unsicherheit für bäuerliche Familienbetriebe. Unsere Bäuerinnen und
Bauern sorgen täglich für unsere Lebensmittel. Klimaschutz ist
deshalb die wichtigste Versicherung für eine krisenfeste
Landwirtschaft und für unsere Versorgung mit regionalen
Lebensmitteln. „Die Bundesregierung lässt genau jene Menschen im
Stich, die den Schutz am dringendsten brauchen. Kinder, ältere
Menschen und unsere Bäuerinnen und Bauern zahlen den Preis für eine
Regierung, die beim Klimaschutz versagt. Das ist klimapolitisch
falsch und hochgradig ungerecht“, sagt Voglauer.

Die wirksamste Antwort auf immer häufigere Hitzewellen ist
konsequenter Klimaschutz. Gleichzeitig braucht es jetzt wirksame
Maßnahmen, um die Menschen besser vor der Hitze zu schützen. Die
Grünen fordern deshalb, dass die Bundesregierung endlich handelt.
Konkret braucht es den raschen Ausbau erneuerbarer Energien sowie ein
sofortiges Hitzeschutzpaket mit Klimatisierung und Beschattung für
Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Pflegeheime. Darüber hinaus
sind mehr Bäume, Entsiegelung und kühle öffentliche Rückzugsorte in
allen Gemeinden erforderlich.

Mit einer Petition für ihren 5-Punkte-Plan gegen die Hitze
erhöhen die Grünen den Druck auf die Bundesregierung. Mehr als 8.000
Menschen haben bereits unterschrieben.

„Jede weitere Hitzewelle zeigt, was verschleppter Klimaschutz für
die Menschen in unserem Land bedeutet. Die gute Nachricht ist: Die
Lösungen liegen alle auf dem Tisch. Wir können unsere Städte kühler
machen, Kinder besser schützen und unsere Landwirtschaft stärken.
Konsequenter Klimaschutz und wirksamer Hitzeschutz gehören zusammen.
Dafür braucht es politischen Willen. Unser 5-Punkte-Plan zeigt, wie
das gehen kann“, so Voglauer.