Wien (OTS) – Laut neusten Medienberichten will FIFA-Chef Gianni
Infantino Teile
der kommerziellen Rechte an der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-
WM verkaufen. SPÖ-EU-Abgeordneter und Sport- und Kultursprecher
Hannes Heide dazu: „Jetzt soll der Fußball also endgültig verkauft
werden. Die Dreistigkeit und Abgehobenheit mit der Gianni Infantino
vorhat, Anteile an der Fußball WM zu verscherbeln, ist kaum zu
fassen. Profitieren soll in erster Linie er selbst und seine Freunde,
wie das unmittelbare Trump-Umfeld. Dass ein Schritt wie dieser kein
harmloser wäre, ist uns spätestens bei dieser
Fußballweltmeisterschaft glasklar vor Augen geführt worden:
Zurücknahme einer roten Karte, auf Zuruf eines Präsidenten,
Einreiseverbote für Fans und einen Schiedsrichter, unverhältnismäßige
Trink- und Halbzeitpausen. Wenn wir den Verkauf zulassen, würde das
das Ende eines auf Regeln basierenden Sports und die völlige
Kommerzialisierung des Fußballs bedeuten.“
Heide weiter: „Wir dürfen Infantino nicht damit durchkommen
lassen, die WM für seine Eigeninteressen zu verkaufen und
gleichzeitig seinen Einfluss auf die Fußballwelt auf Lebenszeit
abzusichern. Es scheint, als ob sich Infantino zu viele Tricks aus
dem Handbuch seiner autokratischen Freunde abgeschaut hat und alles
daransetzt, den Fußball in eine Kommerz-Diktatur zu verwandeln. Dabei
ist die Autonomie des Sports gegenüber politischer Einflussnahme ein
Grundpfeiler des europäischen Sportmodells und unter allen Umständen
zu schützen. Der Fußball ist schließlich für alle da und nicht für
die Bereicherung der obersten Prozent. Sportverbände stehen weder
außerhalb des Rechts, noch können sie sich ihrer politischen
Verantwortung entziehen. Die UEFA macht vor, wie es geht, und setzt
bereits erste Schritte. Auch als Politik dürfen wir nicht schweigen
und müssen uns unermüdlich für den Bestand des fairen Fußballs
einsetzen. Das Europäische Parlament muss und wird handeln – im Sinne
des regelbasierten europäischen Sportmodells.“ (Schluss) mm