Hitze-Tipps für die Küche: So bleibt das Essen frisch und der Körper kühl

Wien (OTS) – Wenn das Thermometer nach oben klettert, stellt sich oft
die Frage,
was man denn essen soll. Gemüse schafft innerliche Abkühlung, liefert
dem Körper Flüssigkeit und ist leichter verdaulich als fettige
Speisen. Damit die Zutaten möglichst lange halten, sollten die
Lebensmittel am besten mit einer Kühltasche besorgt und richtig
gelagert werden. DIE UMWELTBERATUNG hat Tipps für die Sommerküche,
gute Hygiene und lange Haltbarkeit zusammengestellt. Ein Rezept für
eine erfrischende Gazpacho ist auf www.umweltberatung.at/gazpacho zu
finden.

Auch wenn der Einkaufsmarkt nur ein paar Minuten von zuhause
entfernt ist: Vom Einpacken an der Kassa, dem Transport auf der
brütend heißen Straße bis zum Weg in die Küche kann schon einige Zeit
vergehen. „Eine Kühltasche mit kalten Kühlakkus hilft, die Kühlkette
auch auf den letzten Metern intakt zu halten. So bleiben die
Lebensmittel in heißen Zeiten möglichst lange frisch und haltbar“,
erklärt Gabriele Homolka, Ernährungswissenschafterin von DIE
UMWELTBERATUNG. „Alle Lebensmittel, die ich gekühlt einkaufe, sollten
auch gekühlt per Kühltasche nach Hause transportiert werden“, bringt
es die Umweltberaterin auf den Punkt. Auch wenn Lebensmittel nicht
unmittelbar bei der Ankunft zuhause schlecht sind, verderben sie
rascher, wenn die Kühlkette unterbrochen wird.

Bakterien fühlen sich bei warmen Temperaturen in der Küche sehr
wohl. Dadurch verderben auch Lebensmittel, die üblicherweise
ungekühlt gelagert werden, wie z.B. Brot oder Obst in der Obstschale
schneller.

Zwtl.: 5 Tipps für gute Küchenhygiene an heißen Tagen

1. Vorräte bewusst einkaufen: Die Vorräte an leicht verderblichen
Lebensmitteln im Sommer lieber klein halten und nach Bedarf wieder
frisch einkaufen – das reduziert unnötige Lebensmittelabfälle.

2. Kühlen, was sonst ungekühlt bleibt: Der Kühlschrank ist im Sommer
der beste Freund zur Lagerung verderblicher Lebensmittel. Dadurch
verderben Lebensmittel, die üblicherweise ungekühlt gelagert werden,
nicht so rasch – z.B. Brot, Gurken, Paradeiser oder Obst.

3. Den Biomüll oder den Restmüll öfters entsorgen als sonst: Auch
Küchenabfälle verderben an heißen Tagen schneller.

4. Reinigungstücher für die Küche zwischendurch gut auswringen,
öfters wechseln und in der Waschmaschine waschen. Denn auch hier
vermehren sich die Bakterien an warmen Tagen schneller als sonst.

5. Lagerorte regelmäßig reinigen: Gerade falls doch mal ein Brot in
der Brotdose oder Gemüse im Kühlschrank schimmlig geworden sind, mit
etwas Essig und warmem Wasser reinigen – das verhindert, dass weitere
Lebensmittel frühzeitig verderben.

Zwtl.: Pflanzliche Lebensmittel: die beste Wahl bei Hitze

Die Ernährung ist ein wichtiger Ansatz, um besser durch den
Sommer zu kommen. Leichtes Essen kühlt den Körper besser als fette
Kost.

Wasser essen: Viele pflanzliche Lebensmittel bestehen zu 80–95 %
aus Wasser – beispielsweise Gurken, Tomaten, Melonen, Pfirsiche,
Zucchini, Blattsalate. Sie unterstützen die natürliche
Wärmeregulation des Körpers.

Weniger Verdauungsarbeit: Tierische, fettige oder stark
verarbeitete Speisen erhöhen die thermische Belastung des Körpers –
sie erzeugen Wärme bei der Verdauung. Pflanzliche Kost ist leichter
verdaulich, der Körper bleibt kühler.

Natürliche „Kühlwirkung“: Manche Pflanzen wie Wassermelone,
Minze, Gurke oder Zitrusfrüchte wirken physiologisch kühlend.

Zwtl.: Kühlendes Gazpacho-Rezept

Zutaten

– 1 kg reife Fleischparadeiser

– 1 roter und 1 grüner Paprika

– 1/2 Gurke (nach Belieben)

– 1 kleine Zwiebel

– 1 Knoblauchzehe

– Saft einer Bio-Zitrone

– Salz

– Chili aus der Mühle

– 2 EL Olivenöl

– 1 EL Tomatenmark (nach Belieben)

– frisches Basilikum als Deko

Zubereitung

Für die Gazpacho das Gemüse waschen, Zwiebel und Knoblauch
schälen und alles in grobe Stücke schneiden. Gemeinsam mit dem
Zitronensaft im Hochleistungsmixer oder mit dem Mixstab sehr fein
pürieren. Mit einem Schuss Olivenöl, Salz und Chili abschmecken.
Eventuell noch etwas Tomatenmark hinzufügen, damit die rote Farbe
etwas kräftiger wird. Dann für etwa eine Stunde in den Kühlschrank
stellen. Die Gazpacho mit etwas Olivenöl beträufeln und mit
Fladenbrot und frischem Basilikum servieren.

Zwtl.: Information

Welches Gemüse und Obst wann bei uns aus regionaler Produktion
erhältlich ist, zeigt DIE UMWELTBERATUNG im Saisonkalender:
www.umweltberatung.at/saisonkalender-obst-und-gemuese

Köstliche Rezepte: www.umweltberatung.at/rezepte

Eine feine Auswahl an Rezepten und viele Anregungen zum Kochen
gibt es auch auf www.instagram.com/die_umweltberatung/ und

Individuelle Beratung zu ökologischer Ernährung bietet DIE
UMWELTBERATUNG an ihrer Hotline: Tel. 01 803 32 32

DIE UMWELTBERATUNG ist eine Einrichtung der Wiener
Volkshochschulen, basisfinanziert von der Stadt Wien – Umweltschutz.