Wien (OTS) – Am 8. Juni 2026 verliehen das Bundesministerium für
Frauen,
Wissenschaft und Forschung (BMFWF) und der OeAD im Education Lab in
Wien zum achten Mal das Young-Science-Gütesiegel für
Forschungspartnerschulen. Ausgezeichnet wurden 42 Schulen aus sieben
Bundesländern für ihre erfolgreichen Kooperationen mit
Forschungseinrichtungen, ihre forschungsorientierten
Schulschwerpunkte und die aktive Einbindung von Schülerinnen und
Schülern in Forschungsprozesse. Mit diesen Leistungen überzeugten die
ausgezeichneten Schulen die Jury. Diese setzte sich aus Expertinnen
und Experten aus den Bereichen Forschung, Wissenschaftskommunikation
und Schulentwicklung zusammen. Durch die Verleihung führte der
Physiker und Wissenschaftsjournalist Florian Aigner.
„Die prämierten Schulen zeigen eindrucksvoll, wie Forschung und
Wissenschaft bereits im Schulalltag erlebbar gemacht werden können.
Sie schaffen Zugänge, bauen Hürden ab und eröffnen jungen Menschen
neue Perspektiven. Entscheidend ist, dass Bildung und Wissenschaft
nicht vom Elternhaus oder von traditionellen Rollenbildern abhängen
dürfen. Mein Dank gilt den engagierten Schulleitungen und
Lehrpersonen: Sie fördern Neugier, Kreativität und Vertrauen in die
Wissenschaft“, sagt Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner.
Von den 50 Schulen, die eine gültige Bewerbung eingereicht haben,
wurden 42 ausgezeichnet – davon zwölf zum ersten Mal und 30 im Rahmen
einer Nachzertifizierung. Unter den ausgezeichneten Schulen befinden
sich 16 berufsbildende mittlere und höhere Schulen, zwölf AHS, acht
Volksschulen und sechs Mittelschulen. Regional verteilen sie sich wie
folgt: je zwölf Schulen in Wien und der Steiermark, neun in
Oberösterreich, fünf in Salzburg, zwei in Niederösterreich sowie je
eine in Tirol und Kärnten.
„Die Forschungspartnerschulen machen sichtbar, wie vielseitig und
dynamisch Bildung heute gedacht und gelebt wird.
Forschungskooperationen eröffnen neue Räume für kreatives Lernen und
zeigen, wie groß das Interesse der Schulen ist, Wissenschaft aktiv in
den Unterricht zu integrieren. Dieses Engagement verdeutlicht:
Forschendes Lernen ist ein zentraler Bestandteil einer
zukunftsorientierten Bildungslandschaft“, betont OeAD-Geschäftsführer
Jakob Calice.
Zwtl.: Über das Young-Science-Gütesiegel
Das Young-Science-Gütesiegel wird seit 2012 vom
Wissenschaftsministerium und dem OeAD verliehen. Es würdigt Schulen,
die Wissenschaft und Forschung nachhaltig in ihrem Schulprofil
verankern und ihre Schülerinnen und Schüler aktiv in
Forschungsprozesse einbeziehen. Das Siegel wird für zwei Jahre
vergeben. Bereits ausgezeichnete Schulen müssen im Rahmen der
Ausschreibung die Weiterentwicklung ihres Forschungsschwerpunkts
nachweisen. Ein gemeinsames Merkmal aller Forschungspartnerschulen
sind das außergewöhnliche Engagement und die Professionalität der
Schulleitungen und Lehrkräfte.
Seit 2012 sind vier Schulen durchgehend zertifiziert: die HBLA
Ursprung (S), das Akademische Gymnasium Graz (Stmk), das BRG
Keplerstraße (Stmk) und die HBLVA 17 für chemische Industrie (W).
Für das Gütesiegel können sich alle österreichischen öffentlichen
und privaten Schulen bewerben, sofern sie Projekte durchführen, in
denen Schülerinnen und Schüler in Forschungsprozesse mitwirken. Die
Mitarbeit in Forschungsprojekten soll sich auch im Schulprofil und in
forschungsorientierten Unterrichtsangeboten niederschlagen. Darüber
hinaus sollen nicht nur einzelne besonders interessierte Schülerinnen
und Schüler an den Projekten beteiligt sein, sondern ganze
Schulklassen oder größere Gruppen.
Zu den ausgezeichneten Schulen:
www.youngscience.oead.at/forschungspartnerschulen
Weitere Bilder in der APA-Fotogalerie
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at