Volkshilfe zu attac Recherche: Fenninger fordert sozial gerechte Besteuerung von Vermögen, Erbschaften und Schenkungen

Wien (OTS) – In Österreich herrscht eine große Kluft in den Vermögen
seit 2008 die
Erbschaftsteuer ausgelaufen ist. Das zeigt erneut eine Recherche von
attac Österreich.

„Dem Staat sind seit dem Ende der Erbschaftsteuer mindestens bis
zu 36,2 Milliarden Euro entgangen. Die reichsten fünf Prozent der
Haushalte in Österreich besitzen mehr als die Hälfte des gesamten
Nettovermögens. Die ärmere Hälfte verfügt nicht einmal über vier
Prozent. Diese Schieflage ist politisch gemacht. Sozial gerecht ist,
große Vermögen und Erbschaften zu besteuern, um den Sozialstaat zu
stärken, von dem alle profitieren“ , so Erich Fenninger, Direktor der
Volkshilfe Österreich.

Während die Reichsten immer reicher werden, wissen
armutsbetroffene Familien nicht, wie sie bis zum Ende des Monats
durchkommen sollen. „Wenn der Finanzminister am Mittwoch sein Budget
präsentiert, wird etwas fehlen: eine sozial gerechte Besteuerung von
Vermögen, Erbschaften und Schenkungen. Stattdessen müssen Familien,
Arbeitnehmer*innen und Pensionist*innen die Kürzungslast tragen”, so
Fenninger weiter.

„Wer soziale Gerechtigkeit will, muss Überreichtum und große
Erbschaften besteuern“ , betont Fenninger, denn „soziale Ungleichheit
kann durch gerechtere Beiträge der Superreichen strukturell verändert
werden. Eine Maßnahme, für die es übrigens auch gesellschaftliche
Mehrheiten gibt, wie wir wissen“, schließt Fenninger.