Polizeisicherheitszentrum St. Pölten – Vorentwurf freigegeben

St. Pölten (OTS) – Das neue Polizeisicherheitszentrum in St. Pölten
nimmt konkrete
Formen an: Mitte Mai 2026 hat das Land Niederösterreich den
Vorentwurf für eines der größten Hochbauprojekte des Landes
freigegeben. Vorausgegangen waren intensive Abstimmungen mit dem
Bundesministerium für Inneres.

„Sicherheit zählt zu den wichtigsten Grundbedürfnissen der
Menschen. Mit dem neuen Polizeisicherheitszentrum errichten wir
gemeinsam mit dem Bund eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur
für die Sicherheitsarbeit in Niederösterreich. Die Freigabe des
Vorentwurfs ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung
dieses bedeutenden Zukunftsprojekts“, betont Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner und ergänzt: „Niederösterreich investiert bewusst in
dieses Sicherheitszentrum, das Polizei, Staatsschutz, Einsatztraining
und eine zusätzliche Polizeiinspektion unter einem Dach vereint. Wir
schaffen so ein Vorzeigeprojekt für ein sicheres und gutes
Miteinander und leisten einen Beitrag zur besten Zukunft unserer
Kinder.“

Innenminister Gerhard Karner dankt dem Land Niederösterreich und
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für die gute und enge
Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheit: „Die Polizei-Inspektionen
als Basis und ein neues zeitgemäßes Sicherheitszentrum in der
Landeshauptstadt sind wesentlich für die Sicherheit in
Niederösterreich. Im neuen Sicherheitszentrum sind viele Einheiten
unter einem Dach. Das bedeutet noch mehr Schlagkraft und Effektivität
im Kampf gegen die Kriminalität“.

Errichtet wird das Polizeisicherheitszentrum vom Land
Niederösterreich für das Bundesministerium für Inneres. Künftig
sollen zentrale Organisationseinheiten der Landespolizeidirektion
Niederösterreich an einem Standort zusammengeführt werden. Seit der
Unterzeichnung der Organisations- und Finanzierungsvereinbarung durch
das Land Niederösterreich, das Bundesministerium für Inneres und die
Stadt St. Pölten im Dezember 2024 wurden mehrere Voraussetzungen für
die Umsetzung geschaffen. Dazu zählen die Planerfindung,
Grundankäufe, der Feststellungsbescheid, dass das Projekt nicht UVP-
pflichtig ist, sowie die Beschlüsse zu Flächenwidmungs- und
Bebauungsplan im März 2026 im Gemeinderat.

Geplant ist ein Sicherheitszentrum mit neun Gebäuden und rund
36.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Grundlage dafür sind die
Pläne der ARGE Pfaffenbichler, Maurer und Partner. Untergebracht
werden unter anderem die Landespolizeidirektion Niederösterreich, die
Einsatzabteilung mit Einsatztrainingszentrum, das Landeskriminalamt,
das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung, die Fremden
– und Grenzpolizeiliche Abteilung, die Landesverkehrsabteilung, die
Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche Abteilung, die
Logistikabteilung sowie das Stadtpolizeikommando St. Pölten.

Die Projektverantwortung liegt beim Land Niederösterreich,
Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, gemeinsam mit der NÖ
Landeshauptstadt Planungsges.m.b.H. (NÖPLAN). „Mit der Freigabe des
Vorentwurfs ist ein wichtiger Projektschritt abgeschlossen. Nun
können wir die Entwurfsplanung vorantreiben und die nächsten Schritte
für die Umsetzung setzen“, sagt Bauherrenvertreter Christoph Reiter-
Havlicek, Leiter der Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement.
Derzeit wird die Entwurfsplanung ausgearbeitet. Die Einreichung ist
für Dezember 2026 vorgesehen, der Baubeginn soll im Sommer 2027
erfolgen. Die Übergabe an die Landespolizeidirektion Niederösterreich
ist für das erste Halbjahr 2030 geplant.