Wien (OTS) – Nachdem UNOS – Unternehmerisches Österreich bereits nach
Bekanntwerden der umstrittenen Immobilientransaktionen zwischen der
Wirtschaftskammer Wien und der Signa-Gruppe eine Befassung des
Kontrollausschusses gefordert hatten , steht nun ein Antrag (von
UNOS, Sozialdemokratischem Wirtschaftsverband, Grüner Wirtschaft,
Freiheitlicher Wirtschaft) auf außerordentliche Revision auf der
Tagesordnung des Ausschusses am 22. Juni. Für UNOS ist das ein
wichtiger Schritt, um offene Fragen rund um die Transaktionen
transparent und unabhängig aufzuarbeiten.
„Wir haben von Beginn an gefordert, dass die Vorgänge rund um
diese Immobiliengeschäfte im Kontrollausschuss behandelt und
umfassend aufgeklärt werden. Dass nun eine außerordentliche Revision
beantragt wurde, ist ein wichtiger Schritt im Sinne der
Unternehmerinnen und Unternehmer, die die Wirtschaftskammer
finanzieren“, erklärt Katharina Ehrenfellner, UNOS Vertreterin im
Kontrollausschuss.
Hintergrund sind die Immobiliengeschäfte zwischen der
Wirtschaftskammer Wien und der inzwischen insolventen Signa-Gruppe.
Die betroffenen Liegenschaften wurden nach dem Erwerb durch Signa
innerhalb kurzer Zeit mit erheblichen Gewinnen weiterveräußert.
Daraus ergeben sich aus Sicht von UNOS berechtigte Fragen, die einer
unabhängigen Überprüfung bedürfen.
„Es geht nicht um politische Schuldzuweisungen, sondern um
Transparenz und einen verantwortungsvollen Umgang mit den
Pflichtbeiträgen der Unternehmerinnen und Unternehmer. Wir wollen
wissen, ob die Transaktionen wirtschaftlich bestmöglich im Interesse
der Kammermitglieder abgewickelt wurden oder ob der Wirtschaftskammer
dadurch möglicherweise ein finanzieller Nachteil entstanden ist“, so
Ehrenfellner.
Konkret müsse geklärt werden, wie die damaligen Bewertungen
zustande gekommen sind, warum offenbar auf bestimmte Absicherungen
verzichtet wurde und wie es zu den beträchtlichen Wertsteigerungen
und Gewinnen bei den anschließenden Weiterverkäufen kommen konnte.
Für UNOS ist die bevorstehende Entscheidung im Kontrollausschuss
auch ein Gradmesser dafür, wie ernst die Wirtschaftskammer ihre
angekündigten Reform- und Transparenzbestrebungen nimmt. „Die
Abstimmung im Kontrollausschuss wird zeigen, ob den Ankündigungen zu
mehr Transparenz auch konkrete Taten folgen. Wer Transparenz ernst
meint, darf vor einer Überprüfung keine Angst haben. Eine
außerordentliche Revision schafft Klarheit und stärkt das Vertrauen
der Unternehmerinnen und Unternehmer in ihre Interessenvertretung“,
sagt Ehrenfellner.
UNOS setzen sich seit Jahren für mehr Transparenz, wirksame
Kontrollmechanismen und einen sparsamen Umgang mit den Beiträgen der
Kammermitglieder ein. Die nun angestrebte Revision bietet die
Möglichkeit, offene Fragen rund um die Signa-Transaktionen objektiv
zu klären und das Vertrauen in die Kontrollstrukturen der
Wirtschaftskammer zu stärken.
„Pflichtmitgliedschaft und Selbstverwaltung lassen sich nur dann
argumentieren, wenn im System selbst wirksame Kontrolle und
transparente Aufklärung sichergestellt sind“, so Ehrenfellner
abschließend.
UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.
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