Voglauer/Grüne: „Regierung soll endlich die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie umsetzen“

Wien (OTS) – „79 Prozent der Österreicher:innen wollen die
verpflichtende
Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie, aber die Bundesregierung
blockiert die Umsetzung weiterhin, weil sich eine Hand voll Leute in
der Wirtschaftskammer quer stellt“, sagt Olga Voglauer,
Landwirtschaftssprecherin der Grünen.

Wie die Kronenzeitung heute berichtet, spricht die aktuelle IFDD-
Analyse eine klare Sprache: Ein überwältigender Teil der Bevölkerung
will die Herkunftskennzeichnung, fast drei Viertel der Menschen
fordern eine rasche Umsetzung.

„Es gibt mittlerweile dazu Resolutionen zahlreicher Gemeinden,
der Landwirtschaftskammern in den Ländern und auch die
Landesagrarreferenten-Konferenz fordert die unmittelbare Umsetzung
der Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Wieviel klarer und
lauter muss der Weckruf an diese Bundesregierung noch sein?“, fragt
Voglauer.

„92 Prozent der Befragten fordern ein Importverbot von Waren, die
nicht unseren Produktionsstandards entsprechen und beispielsweise mit
hierzulande längst verbotenen Spritzmitteln behandelt werden. Unsere
parlamentarischen Anträge dazu wurden von der Koalition vertragt. 79
Prozent wollen Transparenz am Teller, was die Produkt-Herkunft
betrifft, kein Antibiotika-Schnitzel aus Brasilien und keinen
Kaiserschmarrn mit Käfig-Flüssig-Ei aus der Ukraine. Auch diese
parlamentarischen Anträge dazu wurden vertagt“, erläutert Voglauer.

„Die Gäste im Wirtshaus wollen sicher sein, dass wirklich Bio auf
den Teller kommt, wenn’s auf der Speisekarte steht. Aber auch hier
macht die Koalition nichts. ÖVP, SPÖ und NEOS schieben unsere Anträge
im Nationalrat auf die lange Bank und legen selbst nichts vor, obwohl
die Herkunftskennzeichnung sogar im Regierungsprogramm steht“, ärgert
sich Voglauer über die Arbeitsverweigerung der Regierungsfraktionen
auf dem Rücken der Bäuer:innen und der Konsument:innen. „Diese
Maßnahmen sind nicht nur Anliegen der Konsument:innen, sie sind auch
ein wichtiger Hebel zur Unterstützung unserer heimischen Bäuer:innen,
der österreichischen Verarbeiter:innen und ihrer hochqualitativen
Produkte“, hält Voglauer fest.

„Beinah ein Drittel der ÖVP-Abgeordneten kommen aus dem
Bauernbund. Aber wenn die Wirtschaftskammer das Märchen vom
Bürokratiemonster erzählt, verfallen alle in Schockstarre und die
Vertageritis greift um sich“, kritisiert Voglauer und fordert: „Diese
Bundesregierung muss endlich zu arbeiten beginnen.
Konsumentenschutzministerin Schumann und Landwirtschaftsminister
Totschnig haben für Transparenz am Teller zu sorgen:
Herkunftskennzeichnung, Haltungskennzeichnung, Schluss mit dem
Etikettenschwindel auf den Speisekarten, Schluss mit dem Blindflug am
Teller.“