„Bürgeranwalt“: Suche nach einem behindertengerechten Wohnplatz

Wien (OTS) – Peter Resetarits präsentiert in der Sendung
„Bürgeranwalt“ am
Samstag, dem 30. Mai 2026, um 17.55 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
folgende Beiträge:

Suche nach einem behindertengerechten Wohnplatz

Das Ehepaar F. kümmert sich seit Jahrzehnten liebevoll um seinen
Sohn, der seit Geburt blind ist – und nun seit etlichen Jahren zudem
mit der Diagnose Epilepsie lebt, weswegen er seit 2024 berufsunfähig
ist. Aber: Die betagten Eltern sind jenseits der 70 und leben am
Ortsrand eines Dorfes südöstlich von Linz. Das Dilemma: Benedikt F.
ist 37 Jahre alt, möchte in einer Wohngemeinschaft leben – mit
Pflegeassistenz – oder in einem Pflegeheim in Linz, wo er sozialen
Anschluss und auch seine Psychotherapeutin und Vertrauenspersonen in
der Nähe hätte. Ein entsprechendes Gutachten gibt es seit 2024 –
woran scheiterte bisher die behindertengerechte Wohnmöglichkeit?
Volksanwalt Bernhard Achitz fordert Unterstützung für Herrn F.,
dieser sei auf Pflegeassistenz und einen Pflegeheimplatz angewiesen.

Nachgefragt: Keine Assistenz für Kinder mit Diabetes-Typ-1

An Diabetes mellitus Typ 1 erkrankte Kleinkinder bekamen in der
Steiermark nicht mehr überall eine Eins-zu-eins-Betreuung, die ihnen
den Besuch von öffentlichen Kindergärten sichern würde. In einem Fall
argumentierte die Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung, dass es sich
bei Diabetes Typ 1 um eine „chronische, noch beeinflussbare
Erkrankung“ handle und in einem anderen, ähnlich gelagerten Fall
hielt die Bezirkshauptmannschaft Liezen fest, dass die „gesetzlichen
Voraussetzung für die Anerkennung als Mensch mit Behinderung im Sinne
des Steiermärkischen Behindertengesetzes nicht erfüllt werden“. Die
Eltern von zwei betroffenen kleinen Buben fühlten sich diskriminiert.
Die Volksanwaltschaft ortete im Dezember 2025 einen Missstand im
Gesetzesvollzug. Was hat sich seither getan?

Schäden am Haus nach Straßenarbeiten

Familie P. lebt seit vielen Jahren in einem Haus am Grazer
Stadtrand. Vor sieben Jahren hat sie das gesamte Gebäude
generalsaniert. Doch nun zeigen sich am Haus zahlreiche Sprünge und
Risse in den Mauern. Die Familie gibt einem kleinen Flecken Asphalt
vor ihrem Haus die Schuld an den Schäden. Voriges Jahr sind dort neue
Glasfaserkabel verlegt worden. Seither ist der Asphalt etwas erhöht,
dadurch komme es bei jedem Auto, das über die Stelle fährt, zu
starker Geräuschentwicklung, klagt die Familie. Wenn Busse über den
Asphalt fahren, vibriere sogar das ganze Haus. Die Familie hat sich
diesbezüglich bereits an die Baubehörde in Graz gewandt, doch diese
fühlt sich nicht zuständig. Bei einer Besichtigung habe man keinerlei
Baugebrechen feststellen können, heißt es. Die Familie ist
verzweifelt und fühlt sich von der Behörde im Stich gelassen.