Internationaler Museumstag 2026: Niederösterreichs Museen als Orte des Dialogs

St. Pölten (OTS) – Am 18. Mai feiern Museen weltweit den
Internationalen Museumstag. Das
diesjährige Motto lautet „Museums Uniting a Divided World“ und
unterstreicht die besondere Rolle von Museen als Orte des Dialogs,
der Verständigung und des respektvollen Miteinanders.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont aus diesem Anlass die
Bedeutung der niederösterreichischen Museumslandschaft:
„Niederösterreich verfügt über eine beeindruckende Vielfalt an
Museen, Sammlungen und Ausstellungshäusern. Über 700 Museen und
Sammlungen, rund 15.000 ehrenamtlich Engagierte sowie mehr als 1.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer jährlich bei Fortbildungen zeigen, wie
tief die Museumsarbeit in unserem Land verankert ist. Diese Vielfalt
ist ein großer Schatz – kulturell, gesellschaftlich und für unsere
Regionen. Sie entspricht ganz zentral unserer Kulturstrategie: das
kulturelle Erbe zu bewahren, Kunst und Kultur gemeinsam zu leben und
möglichst vielen Menschen Zugang zu Wissen, Erinnerung und
kultureller Teilhabe zu ermöglichen.“

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung komme Museen
eine wichtige verbindende Funktion zu. Sie bewahren kulturelles Erbe,
erzählen regionale Geschichten, machen historische Erfahrungen
nachvollziehbar und geben unterschiedlichen Stimmen und Perspektiven
Raum. In Stadt-, Stifts-, Regional- und Spezialmuseen ebenso wie in
Gedenkstätten, Sammlungen und Ausstellungshäusern wird Kultur als
gemeinsames Gedächtnis erlebbar.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Niederösterreichische
Landesausstellung 2026 „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche.
Gesundheit.“ im Landesklinikum Mauer. Sie zeigt, wie historische
Orte, gesellschaftlich relevante Themen und kulturelle Vermittlung
wirkungsvoll zusammenwirken.

Das Land Niederösterreich unterstützt mit dem Museumsmanagement
Niederösterreich sowie den Ausstellungsbetrieben der
Niederösterreichischen Kulturwirtschaft zentrale Strukturen, die den
Museen und Ausbildungshäusern mit Beratung, Weiterbildung,
Qualitätsentwicklung und Vernetzung der Museen und Ausbildungshäuser
zur Seite stehen. Diese Unterstützung ermöglicht es den Museen,
aktuelle gesellschaftliche Fragen aufzugreifen, neue
Vermittlungsformen zu entwickeln und sich fachlich wie
organisatorisch weiterzuentwickeln.

Der Internationale Museumstag 2026 steht auch im Zeichen des 80-
jährigen Bestehens von ICOM, dem International Council of Museums.
Seit 2020 orientiert sich der Aktionstag an den Nachhaltigkeitszielen
der Vereinten Nationen. Im Jahr 2026 stehen insbesondere die Ziele
„Weniger Ungleichheiten“, „Frieden, Gerechtigkeit und starke
Institutionen“ sowie „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“ im
Fokus.