Wichtige Entlastung für Bauernfamilien: Agrardiesel wird früher ausbezahlt

Wien (OTS) – Die Auszahlung der Agrardieselrückvergütung soll um ein
Jahr
vorgezogen werden. Der Agrardiesel war im Zuge der
Budgetverhandlungen bereits für die Jahre 2027 und 2028 abgesichert
worden. Die erste Auszahlung wäre jedoch erst Ende 2027 erfolgt. Nun
soll die Unterstützung bereits im Dezember 2026 gemeinsam mit der AMA
-Hauptauszahlung bei den bäuerlichen Betrieben ankommen. Für den
Österreichischen Bauernbund ist das eine wichtige Entlastung in einer
wirtschaftlich angespannten Phase für die heimische Landwirtschaft.

„Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen Entlastung dann, wenn die
Kosten anfallen. Gestiegene Preise für Diesel, Dünger, Energie und
weitere Betriebsmittel belasten die Höfe massiv. Dass der Agrardiesel
früher ausbezahlt werden soll, ist daher ein notwendiger und
richtiger Schritt. Unser Dank gilt Bundeskanzler Christian Stocker
und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, die diese raschere
Auszahlung möglich gemacht haben. Diese Unterstützung kommt dort an,
wo gearbeitet, investiert und produziert wird, nämlich auf unseren
Höfen“, betont Bauernbund-Präsident Abg.z.NR DI Georg Strasser .

Entlastung muss direkt am Hof ankommen

Für die Fortführung des Agrardiesels in den Jahren 2027 und 2028
stehen insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung, jeweils 50
Millionen Euro pro Jahr. Nach derzeitiger Einschätzung ist dadurch
ein Zuschuss von rund 16 Cent pro Liter Diesel möglich. Die weiteren
Details zum künftigen Modell und zu den konkreten
Auszahlungsmodalitäten werden derzeit noch verhandelt.

„Entscheidend ist, dass die Unterstützung schnell und
unbürokratisch bei den bäuerlichen Betrieben ankommt. Gerade unsere
kleinstrukturierten Familienbetriebe können steigende Kosten nicht
immer weitergeben. Sie müssen wirtschaften können, damit die
heimische Lebensmittelproduktion in Österreich stark bleibt“, so
Strasser .

Betriebsmittelkosten bleiben große Belastung

Die Kosten für Diesel, Energie, Dünger und weitere Betriebsmittel
bleiben für viele landwirtschaftliche Betriebe eine enorme
Herausforderung. Diesel ist in der Landwirtschaft ein zentraler
Produktionsfaktor, etwa bei der Bodenbearbeitung, Ernte und beim
Transport. Für viele Maschinen gibt es derzeit keine praxistauglichen
Alternativen im breiten Einsatz. Umso wichtiger ist, dass die
Entlastung rasch und direkt bei den Betrieben ankommt.

Starkes Signal für heimische Lebensmittelproduktion

Für den Bauernbund ist die frühere Auszahlung auch ein klares
Signal für den Erhalt der familiengeführten Landwirtschaft in
Österreich. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht
es Verlässlichkeit, Planungssicherheit und gezielte Entlastung dort,
wo die Kosten tatsächlich entstehen.

„Der Agrardiesel hilft dort, wo täglich gearbeitet wird. Auf den
Feldern, in den Ställen und auf den Betrieben. Genau dort entscheidet
sich, ob Österreich auch in Zukunft auf eine starke, flächendeckende
und familiengeführte Landwirtschaft zählen kann“, so Strasser
abschließend.