Wien (OTS) – „Auch wenn rund um den österreichweiten Tag des
Zu-Fuß-Gehens
zahlreiche Aktionen, Mitmachprogramme, Geh-Challenges und
Veranstaltungen stattfinden, reicht es nicht, das Gehen einmal im
Jahr zu feiern. Wer das Zu-Fuß-Gehen ernst nimmt, muss auch den
Straßenraum anders verteilen: mit mehr Platz, mehr Sicherheit und
mehr Aufenthaltsqualität”, so die Mobilitätssprecher:innen der Grünen
Wien, Heidi Sequenz und Kilian Stark.
Der Handlungsbedarf ist groß. Der Anteil des Zu-Fuß-Gehens lag in
Wien 2022 bei 35 Prozent, 2023 bei 32 Prozent und 2024 bei 30
Prozent. Gleichzeitig werden zentrale Projekte der Verkehrsberuhigung
und Maßnahmen fürs Zu-Fuß-gehen seit Jahren verschleppt, verkleinert
oder gestoppt – wie etwa die dringend notwendige Rad- und Fußbrücke
in den Gewerbepark Stadlau.
„Seit Jahren wird über Begegnungszonen und Verkehrsberuhigung in der
Wallensteinstraße, der Gumpendorfer Straße und der Landstraßer
Hauptstraße geredet. Die Bevölkerung wurde eingebunden, die Wünsche
sind eindeutig: mehr Platz zum Gehen und Radfahren, mehr Begrünung
und mehr Aufenthaltsqualität. Doch statt Umsetzung gab es
Verzögerungen, Rückzieher und Stückwerk. So bleiben zentrale
Geschäftsstraßen weiter vom Autoverkehr dominiert”, so Sequenz und
Stark.
Die Grünen bringen im kommenden Gemeinderat einen Antrag ein, der
einen verbindlichen Plan für mehr und schnellere Verkehrsberuhigung
in Wien fordert. Eine Begegnungszone in jedem Bezirk ist überfällig.
Gleichzeitig soll die Stadt endlich die Wallensteinstraße, die
Gumpendorfer Straße und die Landstraßer Hauptstraße als
Begegnungszonen umgestalten. „Begegnungszonen sind kein Nice-to-have.
Sie erhöhen die Sicherheit, stärken Geschäftsstraßen und verbessern
die Aufenthaltsqualität. Gerade am Tag des Zu-Fuß-Gehens sollte Wien
nicht nur Aktionen veranstalten, sondern auch politische Konsequenzen
ziehen”, so Sequenz und Stark abschließend.