Wien (OTS) – Heute hat die Antisemitismus-Meldestelle der
Israelitischen
Kultusgemeinde Wien (IKG) ihren Bericht für das Jahr 2025 vorgelegt.
Die Meldestelle hat 1.532 Vorfälle registriert, ein Prozent mehr als
im Jahr davor, und damit die „höchste jemals registrierte Zahl“. Die
Autor:innen des Berichts gehen davon aus, dass hinter den gemeldeten
Fällen eine sehr viel höhere Dunkelziffer steht. Die SPÖ-Sprecherin
für Erinnerungskultur, Sabine Schatz, betont, wie wichtig der Bericht
ist; sie sieht die Ergebnisse als einen Auftrag an Politik und
Gesellschaft, „dass Antisemitismus nie hinzunehmen ist, es ist unser
aller Pflicht, Antisemitismus in jeder Ausprägung zu bekämpfen“. ****
Antisemitismus in allen seinen Formen einzudämmen, ist auch das
erklärte Ziel der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus, die Ende
des Vorjahres von der Bundesregierung vorgelegt wurde und im März im
Nationalrat einstimmig zur Kenntnis genommen wurde.
Die SPÖ-Abgeordnete weist darauf hin, dass die neue
Antisemitismus-Strategie auf acht Handlungsfeldern 50 Maßnahmen
definiert hat, damit Jüdinnen und Juden in Österreich ohne Angst,
Belästigung, Bedrohung und Gefährdung leben können.
„Wir stehen solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinde.
Unser Ziel ist klar: Sicherheit, Respekt und ein selbstverständliches
jüdisches Leben in Österreich. Antisemitismus, egal in welcher Form
er auftritt, darf in unserer Gesellschaft nicht toleriert werden. Das
ist unsere gemeinsame Verantwortung und ein klarer Auftrag“, schließt
die Abgeordnete. (Schluss) wf/ls