Wien (OTS) – Ein Drittel der wohnungslosen Menschen in Österreich ist
unter 30
Jahre alt. Viele von ihnen bleiben unsichtbar. Sie schlafen nicht auf
der Straße, sondern wechseln zwischen Sofas und Notquartieren. In der
„Am Schauplatz“-Reportage „Zu jung für die Straße“ – zu sehen am
Donnerstag, dem 23. April 2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
– begleitet Leon Hoffmann-Ostenhof drei junge Menschen auf ihrem Weg
aus der Instabilität.
Die 21-jährige Regina aus Salzburg lebt in
Jugendnotschlafstellen, Bahnhöfen und der Straße. „Seit ich 12 bin,
verbringe ich die meiste Zeit auf Bahnhöfen. In meinem Kopf ist viel
kaputt gegangen.“ Ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik soll
ihr einen Neuanfang ermöglichen. Halt findet sie vor allem bei ihrer
Freundin Simi. Auch der Besuch bei ihrer Mutter zeigt, wie tief die
Brüche reichen.
Dominik (20) aus Kärnten wächst in Einrichtungen der Kinder- und
Jugendhilfe auf, nachdem er Gewalt in der Familie erlebt hat. Mit 18
steht er plötzlich allein da. „Von einem Tag auf den anderen wusste
ich nicht mehr, wohin.“ Heute versucht er, sich ein Leben aufzubauen.
Viele wie er, sogenannte Careleaver, fallen nach dem Ende der
Betreuung durch das Netz. Sozialarbeiter Pepo Schneider fordert
längere Unterstützung für junge Erwachsene.
Sebastian (21) aus Tirol lebt mehrere Jahre auf der Straße und
kämpft mit Alkoholabhängigkeit. In Wien hofft er auf bessere Chancen.
Im JUCA-Haus der Caritas findet er vorübergehend Unterkunft. Doch die
Wartelisten sind lang. „Es wird bei unserer Zukunft gespart“, sagt
Leiterin Maresi Kienzer.
Drei junge Menschen, drei Wege und eine gemeinsame Realität: der
Kampf um Stabilität. „Zu jung für die Straße“ zeigt, wie schwer es
ist, aus einem Leben im Ausnahmezustand herauszufinden.