Wien (OTS) – Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten führt zu
steigenden Preisen
für den Flugzeug-Treibstoff Kerosin. Die EU-Kommission hat
angekündigt, die Kerosin-Versorgungslage genau beobachten zu wollen
und bei Bedarf Maßnahmen zu setzen, um die Versorgungssicherheit zu
erhöhen. SPÖ-Umweltsprecherin und Klubvize Julia Herr und SPÖ-
Verkehrssprecher Wolfgang Moitzi fordern: „Im Fall der Fälle muss die
EU-Kommission zuerst bei den Privatjet-Flügen den Rotstift ansetzen.“
****
Privatjets verbrauchen pro Person und Flugkilometer im Vergleich
zu Linienflügen ein Vielfaches an klimaschädlichem Kerosin.
„Superreiche dürfen nicht auf Kosten der Gesellschaft die Umwelt
verschmutzen. Wenn schon von Verzicht geredet wird, dann müssen
zuerst einmal die Superreichen auf ihre Privatjet-Flüge verzichten“,
meint Herr.
Privatjets sind Klima-Killer: Laut dem Internationalen Rat für
sauberen Verkehr (ICCT) stoßt ein Privatjet rund 810 Tonnen
schädliche Treibhausgase pro Jahr aus – so viel wie rund 177 Autos
zusammen. Allein im Jahr 2023 hätten Privatjets weltweit so viel
Treibhausgase ausgestoßen, wie alle Flüge, die vom Londoner Flughafen
Heathrow gestartet sind – dem größten Flughafen Europas.
„Die meisten Privatjet-Flüge innerhalb Österreichs gehen von Wien
nach Salzburg. Wenn wo gespart werden kann, dann ja wohl bei diesen
unnötigen Flügen, die niemandem etwas bringen, aber allen schaden“,
so Moitzi. Die beiden Abgeordneten fordern die EU-Kommission auf, im
Fall von Versorgungsengpässen zuerst bei den Privatjet-Flügen
anzusetzen. „Familien, die sich einmal im Jahr eine Urlaubsreise in
den Süden leisten, sollen nicht die Leidtragenden sein“, so die
beiden Abgeordneten. (Schluss) mf/lw