Wien (OTS) – Die Salzwiese in Penzing ist die einzige Feuchtwiese mit
Quellen und
kleinen Wiesenbächen im Wiener Teil des Wienerwaldes: Mit ihren
Tümpeln, Pfeifengras- und Schilfbeständen ist sie die Heimat vieler
seltener und gefährdeter Pflanzen und Tiere. Daher wurde sie bereits
1986 zum Naturdenkmal erklärt. Sie gehört als Lebensraumtyp
Pfeifengraswiesen zu den EU-weit besonders zu schützenden
Lebensräumen. Einige Pflanzen wie der Duft-Lauch oder der
Sumpfstendel kommen in ganz Wien nur mehr auf der Salzwiese vor.
Feuchtwiesen mit ihren Quellbereichen sind sehr empfindlich.
Durch das Betreten werden sie beeinträchtigt oder sogar zerstört.
„Neben der Pflege des Lebensraumes sind daher auch Besucherlenkung
und Information wichtig, um die Akzeptanz der Maßnahmen zu erhöhen“,
betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
Gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Penzing startet die Stadt
deshalb eine Kampagne mit Infotafeln zum Naturdenkmal und Führungen
zu den Besonderheiten der Wiese.
„Mehr als Dreiviertel der Fläche unseres Bezirks ist Wald- und
Wiesenfläche. Die Salzwiese ist ein Teil davon und sie ist besonders
schützenswert. Es ist mir ein Anliegen, darauf aufmerksam zu machen,
welche einzigartigen Pflanzen hier wachsen. Daher der Aufruf an alle,
nur ausgeschilderte Weg zu verwenden,“ so Bezirksvorsteherin Michaela
Schüchner dazu.
Zwtl.: Wiese wird regelmäßig gepflegt
Bereits in den vergangenen Jahren wurden große Teile der Wiese,
die zuvor stark verbuscht oder von Schilf überwuchert waren, durch
intensive Pflege wiederhergestellt. Dies geschah in Zusammenarbeit
zwischen dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien, der
Wiener Umweltschutzabteilung, dem Biosphärenpark Wienerwald
Management und dem 14. Bezirk. Damit das Schilf nicht erneut
überhandnimmt und die Artenvielfalt der Wiese erhalten bleibt, wird
die Fläche jedes Jahr mit Schafen einer Landwirtin aus dem Wienerwald
beweidet.
„Die hohe Artenvielfalt in Wien hängt eng mit der Lebensqualität
in unserer Stadt zusammen“, betont Klimastadtrat Jürgen
Czernohorszky. „Seltene Pflanzen und Tiere sind gerade in der
Großstadt unermesslich wertvoll, denn diese Vielfalt stabilisiert
unsere Ökosysteme. Darum setzen wir alles daran, ihre Lebensräume und
damit ihren Fortbestand zu sichern.“
Führungen für Interessierte zu den Besonderheiten der Wiese
finden am 26. Mai von 10 – 12 Uhr und am 2. Juni von 17 – 19 Uhr (
Anmeldung unter wien.gv.at/umwelt/umweltbildung).
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)