Wien (OTS) – Ingrid Thurnher wurde am 12. März vom ORF-Stiftungsrat
einstimmig zur
interimistischen ORF-Generaldirektorin gewählt und beauftragt,
angesichts der offenen, öffentlich diskutierten Causen die
notwendigen Maßnahmen für eine professionelle Aufarbeitung, mehr
Transparenz, klare Verantwortung und ein sicheres Arbeitsumfeld im
ORF zu setzen. Nach eingehenden Gesprächen setzt die ORF-
Generaldirektorin nun als ersten Schritt den ORF-Transparenz-Beirat
ein, dem renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen
Recht, Governance und Compliance angehören und den ORF bei dieser
Aufgabe unterstützen werden. Den Vorsitz des ORF-Transparenz-Beirats
übernimmt Mag.a Bettina Knötzl, Rechtsanwältin sowie
Vorstandsvorsitzende von Transparency International Austria.
ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher: „Ich habe bei meiner
Bestellung versprochen, rasch Verantwortung zu übernehmen und alles
dafür zu tun, den ORF mit Professionalität durch diese schwierige
Phase zu führen. Die ersten Tage in dieser Funktion habe ich daher
genutzt, um die notwendigen Gespräche zu führen, externe Expertise
einzubinden und erste konkrete Maßnahmen zu setzen. Für mich geht es
dabei vor allem darum, Klarheit zu schaffen und Klartext zu reden.
Denn: Vertrauen entsteht nur durch Transparenz und Konsequenz. Es
freut mich, dass wir derart ausgewiesene Fachleute für den ORF-
Transparenz-Beirat gewinnen konnten! Der ORF lebt vom Vertrauen. Vom
Vertrauen unseres Publikums und vom Vertrauen der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter im Haus. Genau dieses Vertrauen müssen wir sichern.
Der ORF gehört nicht der Geschäftsführung, nicht dem Stiftungsrat und
nicht der Politik. Der ORF gehört uns allen. Seine
Existenzberechtigung ist unser Publikum.“
Dem ORF-Transparenz-Beirat gehören folgende Expertinnen und
Experten an:
– Mag.a Bettina Knötzl, Rechtsanwältin, Partnerin bei KNOETZL,
Vorstandsvorsitzende von Transparency International Austria und
Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien, als Vorsitzende,
zuständig für Transparenz, Antikorruption, Compliance und die
rechtliche Aufarbeitung;
– Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Brameshuber, Universitätsprofessorin am
Institut für Arbeits- und Sozialrecht, für arbeitsrechtliche
Fragestellungen;
– Univ.-Prof. Dr. Susanne Kalss, Universitätsprofessorin für
Unternehmensrecht, für Corporate-Governance-Fragen;
– Mag. Andrea Pilecky, LL.B., Gründerin und Geschäftsführerin der
rosa elefant OG, für die Prüfung und Weiterentwicklung der Compliance
-Strukturen;
– MMag. Dr. Christopher Schrank, Partner bei BRANDL TALOS, für die
externe juristische Begleitung konkreter Sachverhalte;
– Dr. Alfred Autischer, Unternehmens- und Kommunikationsberater, für
die kommunikative Begleitung dieses Veränderungsprozesses
Das Mandat des ORF-Transparenz-Beirats umfasst u. a. folgende
Aufgaben:
Die Expertinnen und Experten des ORF-Transparenz-Beirats wurden
beauftragt, die Vorwürfe der letzten Wochen – weisungsfrei – zu
untersuchen, Fehlverhalten lückenlos aufzudecken und erforderliche
Konsequenzen aufzuzeigen.
Das Ziel der Arbeit des ORF-Transparenz-Beirats ist, nach einer
unabhängigen Aufarbeitung nicht nur angezeigte Konsequenzen
einzufordern, sondern auch Empfehlungen zur nachhaltigen Verbesserung
der internen Organisation des ORF in den Bereichen Compliance und
Governance zu geben.
Zu Beginn steht jedenfalls eine schonungslose, vom Auftraggeber
unbeeinflusste Durchleuchtung von Vorgängen, die aktuell öffentlich
diskutiert werden.
Der ORF-Transparenz-Beirat nimmt seine Arbeit sofort auf.