Österreich-Bild: Kaisersteinbruch, die vergessene Geschichte

Eisenstadt (OTS) – Ein unscheinbarer Ort im Osten Österreichs, in der
Monarchie durch
die kaiserlichen Steinbrüche bekannt, später als eines der größten
Kriegsgefangenenlager im Deutschen Reich. Während der Film den
Nachfahren der gefangenen oder getöteten Soldaten folgt, lebt die
Ortsbevölkerung mit den Resten des Vergangenen auf der Suche nach
Identität.

Ein Film, am Sonntag, dem 29. März 2026, um 18.25 Uhr in ORF 2,
über das Verschwundene und wie es dennoch den Alltag bestimmt.

Kaisersteinbruch, ein unscheinbarer Ort im Osten Österreichs. Ein
Plakat wirbt für „Unser Heer“. Ein Schild „Militärisches Sperrgebiet.
Lebensgefahr.“ ist zu sehen. Man würde nicht sofort an eines der
größten Kriegsgefangenenlager des Deutschen Reichs denken, das sich
hier befand. Die vielschichtige und tragische Vergangenheit reicht
von den kaiserlichen Steinbrüchen, mit deren Steinen Schlösser und
Paläste ausgestattet worden waren, über die Lager aus den Weltkriegen
bis in die Gegenwart. Sie ist im Untergrund, wie vereinzelte
Mauerreste, Zäune und Gebäude zeigen, mit einer neuen Geschichte
überdeckt, die die alte nicht auslöscht, ein dahindümpelnder Ort, der
sich bemüht zu überleben. Man spricht nicht viel darüber.

Auch nicht davon, dass hier Soldaten aus achtzehn verschiedenen
Nationen gefangen, viele von ihnen umgekommen oder ermordet worden
waren. Heute noch suchen ihre Nachfahren regelmäßig nach Überresten
und besuchen den Friedhof des ehemaligen Lagers.