Handelsverband vergibt Wissenschaftspreis für herausragende handelsrelevante Publikationen. BM Holzleitner bei Verleihung anwesend.

Wien (OTS) – Der Handelsverband vergibt alle zwei Jahre den
Wissenschaftspreis für
herausragende wissenschaftliche Publikationen , welche eine
hochgradige Relevanz für die Handelsbranche aufweisen. Im Zuge des
Handelskolloquiums wurden gestern im feierlichen Ambiente des
Schlosses Schönbrunn die diesjährigen Gewinner bekannt gegeben. Der
Preis wurde bereits zum vierten Mal vergeben – diesmal in Anwesenheit
von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner .

Zwtl.: HV-Wissenschaftspreis: mehr Einreichungen als je zuvor

„Mit unserem Wissenschaftspreis schaffen wir einen Brückenschlag
zwischen den Entscheider:innen des Handels und den Expert:innen aus
der Wissenschaft, um gemeinsam die Handelsbranche mit innovativen
Forschungserkenntnissen weiterzuentwickeln. In diesem Jahr durften
wir uns über einen neuen Rekord bei der Zahl der Einreichungen
freuen“, fasst Rainer Will , Geschäftsführer des freiwilligen,
überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands, zusammen. „Unser
Wissenschaftspreis zeigt, dass Innovation im Handel mit Wissen
beginnt. Und mit dem Mut, dieses in die Praxis zu bringen.“

Zwtl.: BM Holzleitner: Wissenschaft und Forschung sind USP der EU

„Ich danke dem Handelsverband als Anwalt der Konsumentinnen und
Konsumenten für diesen großartigen Wissenschaftspreis und für die
Wertschätzung der Forschung in Österreich . Gerade in geopolitisch
schwierigen Zeiten ist Forschung zentral. Wir wollen gemeinsam ein
starkes Signal aussenden und die Wissenschaft und Forschung auch auf
europäischer Ebene vorantreiben. Das sehen wir als den USP der
Europäischen Union “ , so Wissenschaftsministerin Eva-Maria
Holzleitner in ihrer Rede.

Der mit 7.000 Euro dotierte Handelsverband-Wissenschaftspreis
wird in drei Kategorien vergeben. Die Auswahl der Preisträger:innen
obliegt einer 8-köpfigen Jury, bestehend aus führenden
Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis unter dem Vorsitz von
Prof. Dr. Utho Creusen (Universität Münster). Weitere Jurymitglieder
sind:

– Karin Saey (Dorotheum Juwelier)

– Mag. Anna-Sophia Haas (Spar)

– Prof. Dr. Maria Madlberger (Webster University)

– Prof. Dr. Thomas Reutterer (Wirtschaftsuniversität Wien)

– Norbert W. Scheele (C&A)

– Prof. Dr. Thomas Vogler (Technische Hochschule Ingolstadt)

– Dr. Alexander Frech (Energy Globe Foundation)

Zwtl.: Auszeichnungen in drei Kategorien

Der Preis für die beste Bachelorarbeit ging an Elisa Zhu ,
Studierende der Fachhochschule St. Pölten . Ihre Arbeit beschäftigte
sich mit dem zunehmenden Einsatz von KI-Tools in der Werbung („
Welchen Einfluss hat die Kennzeichnung ‚KI-generiert‘ auf die
Beurteilung der Kreativität von statischen Werbesujets “) und wurde
von Alexander Willim bereut. Die Arbeit konnte sich vor allem
aufgrund ihrer Innovationskraft und ihrer sehr guten Umsetzbarkeit im
Wettbewerb durchsetzen.

Als beste Masterarbeit wurde jene von Huihua Chen zum Thema
Retourenmanagement ausgezeichnet („ The Impact of ‚Please keep it‘
Refund Policies and the Effect on Customer Relationships and Future
Consumer Behavior “). Die von Cordula Cerha an der
Wirtschaftsuniversität Wien betreute Arbeit beschäftigte sich mit
einem der derzeit brennendsten Themen im E-Commerce. Laut Jury bietet
die Masterarbeit einen Mehrwert für Marketing, Logistik und
Nachhaltigkeitsbemühungen und wurde deshalb gewählt.

Die Auszeichnung für die beste Dissertation erhielt Peter
Eigenschink für seine ebenfalls an der WU Wien eingereichte Arbeit
zur Frage der Größenoptimierung im Modehandel („ Marketing Analytics
for Sustainable & Efficient Retail Operations “). Seine von Thomas
Reutterer und Nils Wlömert betreute Arbeit erwies sich durch ihren
engen Bezug zur Praxis als besonders spannend: Das generierte Modell
ist bereits bei einem großen österreichischen Modehandelsunternehmen
im Einsatz.

Zwtl.: Neue Einreichungen ab Frühjahr 2027

„ Mit unserem Handelsverband-Wissenschaftspreis wollen wir
herausragende, handelsrelevante akademische Leistungen vor den
Vorhang holen und den interdisziplinären Austausch zwischen
Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft stärken „, so Utho Creusen ,
Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Handelsverbandes und
Vorsitzender der Jury. „ In diesem Jahr besonders erfreulich war
neben der abermals gestiegenen Zahl der Einreichungen der hohe Anteil
an Einreichungen durch Frauen. Außerdem bemerkenswert ist die
zunehmende Interdisziplinarität der Forschungsansätze. “

Die Einreichfrist für den kommenden Wissenschaftspreis beginnt im
Frühjahr 2027. Die Verleihung erfolgt beim Handelskolloquium 2028.
Eingereicht werden können alle wissenschaftlichen Publikationen (
Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen) mit
Handelsbezug, die innerhalb der letzten zwei Jahre an einer
anerkannten österreichischen Hochschule verfasst und bereits benotet
wurden.