Totschnig zum Weltwassertag 2026: 2025 330 Kilometer Trinkwasserleitungen verlegt

Wien (OTS) – Der alljährliche Weltwassertag am 22. März steht heuer
unter dem
internationalen Motto „Wasser und Gender“. Anlässlich dessen betont
Umweltminister Norbert Totschnig : „Gerade im Hinblick auf den
Klimawandel ist die Sicherung und Modernisierung der
Wasserinfrastruktur eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge. Im
vergangenen Jahr haben wir als Umweltministerium die Gemeinden mit
168 Millionen Euro bei der Trinkwasserversorgung und der
Abwasserentsorgung unterstützt. Für 2026 stehen weitere 126 Millionen
Euro für hochwertige Trink- und Abwasserprojekte bereit. Das ist aber
nicht genug, auch künftig braucht es massive Investitionen in die
Wasserwirtschaft“.

Österreich verfügt über ein hochwertiges Grund- und
Quellwasservorkommen. Durch konsequente Investitionen in den
vergangenen Jahrzehnten ist die öffentliche Trinkwasserversorgung
flächendeckend gesichert, ebenso wie eine leistungsfähige
Abwasserentsorgung. Das Bundesministerium für Land- und
Forstwirtschat, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft (BMLUK) finanziert kontinuierlich Projekte in der
Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, um die
Versorgungssicherheit sowie den Gewässerschutz sicherzustellen. Vor
allem Sanierungen und die Erneuerung bestehender Leitungsnetze nehmen
an Bedeutung zu. Die Leitungsnetze werden deshalb schrittweise
modernisiert und an zukünftige Anforderungen angepasst. 2025 wurden
im Bereich der Trinkwasserversorgung 330 Kilometer Wasserleitungen
neu errichtet, in der Abwasserversorgung entstanden 355 Kilometer
neue Kanäle.

Umweltministerium startet bundesweite Erhebung zu
Trinkwasserleitungen
Über die Hälfte der Trinkwasserleitungen und rund 30 Prozent der
Abwasserleitungen in Österreich wurden vor 1983 gebaut. Aus diesem
Grund sind laufende Sanierungen und Instandhaltungen wichtig. Um eine
fundierte Datengrundlage für künftige Entscheidungen zu schaffen,
startet das BMLUK in Kürze eine bundesweite Erhebung bei den
Gemeinden und Verbänden. Ziel ist es den zukünftigen
Investitionsbedarf in die Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur zu
erheben.

„Sauberes Trinkwasser aus der Leitung und eine funktionierende
Abwasserentsorgung sind für uns in Österreich selbstverständlich.
Dahinter steht jedoch eine beeindruckende Infrastruktur. Im Zeitraum
von 1959 bis 2024 wurden im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft
Investitionen im Umfang von rund 70 Milliarden Euro getätigt. Heute
bestehen rund 175.000 Kilometer öffentliche Trink- und
Abwasserleitungen. Dabei sind bereits 93 Prozent der österreichischen
Bevölkerung an die öffentliche Trinkwasserversorgung und 96 Prozent
an die Kanalisation angeschlossen. Damit diese hohe Qualität und die
Versorgungssicherheit auch in Zukunft gesichert sind, investieren wir
laufend in neue Leitungen sowie die Instandhaltung unserer
Leitungsnetze“ , betont Umweltminister Norbert Totschnig.

Welche Herausforderungen bringt der Klimawandel für unser Wasser?
Der Klimawandel stellt die Wasserwirtschaft zusätzlich vor
Herausforderungen. Unter anderem hat die Verdunstung in Österreich
stark zugenommen, nämlich um 17 Prozent in den letzten Jahrzehnten.
Die Wassermenge, die Österreich im Vergleich zu früher jedes Jahr
zusätzlich an die Atmosphäre verliert, entspricht ungefähr der
Wassermenge, die auf der ganzen Welt pro Jahr getrunken wird, von
allen 8 Milliarden Menschen.

Weitere Veränderungen, die der Klimawandel für unseren Wasserhaushalt
bringt, erforscht die laufende Studie „Wasser im Klimawandel“, welche
im Auftrag des BMLUK durchgeführt wird. Erste Ergebnisse weisen auf
saisonale Verschiebungen der Niederschläge hin: trockenere Sommer,
feuchtere Winter und intensivere Starkregenereignisse. Diese
Entwicklungen beeinflussen Grundwasserneubildung, Wasserverfügbarkeit
und Hochwasserrisiken. Die Studie wird gemeinsam mit den
Bundesländern und führenden österreichischen Forschungseinrichtungen
durchgeführt und läuft noch bis Ende 2026. Die Endergebnisse liefern
detaillierte Prognosen bis zum Jahr 2100 für Österreich und
unterstützen dadurch eine faktenbasierte Planungs- und
Entscheidungsgrundlage. Laufende Informationen zur Studie finden Sie
unter: www.wasseraktiv.at/wasser-im-klimawandel

Informationen zum Weltwassertag
Der Weltwassertag wird seit 1993 von den Vereinten Nationen begangen
und 2026 unter dem Motto „Wasser und Gender – Where water flows,
equality grows“ durchgeführt. Er macht weltweit auf die Bedeutung von
sicherem Trinkwasser und Sanitärversorgung als Menschenrecht
aufmerksam und unterstreicht dabei den Zusammenhang für
Geschlechtergerechtigkeit. Denn weltweit haben über eine Milliarde
Frauen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser. Weiterführende
Informationen zum Weltwassertag 2026 finden Sie auf unserer Website:
www.bmluk.gv.at/weltwassertag-2026