LH Mikl-Leitner/LR Teschl-Hofmeister zum Weltfrauentag: „Es braucht mehr Frauen in der Politik“

St. Pölten (OTS) – Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8.
März rückt das Land
Niederösterreich die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die
politische Teilhabe von Frauen in den Mittelpunkt. Der Weltfrauentag
steht 2026 im Zeichen von mehr Repräsentation, mehr Chancengleichheit
und mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit für Frauen.

Aktuelle Zahlen verdeutlichen, dass Frauen in politischen
Spitzenfunktionen weiterhin unterrepräsentiert sind: Österreichweit
sind von 2.092 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern lediglich 243
Frauen – das entspricht einem Anteil von 11,6 Prozent. In
Niederösterreich liegt der Anteil mit 96 Bürgermeisterinnen bei 16,75
Prozent und damit Platz 1 im Bundesländervergleich. Auch auf
Gemeindeebene zeigt sich Aufholbedarf: In den 573
niederösterreichischen Gemeinden beträgt der Frauenanteil bei den
Vizebürgermeisterinnen 23,43 Prozent (138), bei den Stadträtinnen
bzw. geschäftsführenden Gemeinderätinnen 24,39 Prozent (677) und bei
den Gemeinderätinnen 30,10 Prozent (2.362).

„Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung, sind aber in
politischen Entscheidungsfunktionen noch immer deutlich
unterrepräsentiert. Es braucht daher gezielte Maßnahmen, um Frauen
für politische Verantwortung zu gewinnen und sie auf diesem Weg zu
begleiten. Mit dem Politik-Mentoring-Programm des Landes
Niederösterreich unterstützen wir engagierte Frauen dabei, ihre
Kompetenzen auszubauen, Netzwerke zu knüpfen und den Schritt in die
Politik selbstbewusst zu gehen. Unser Ziel ist klar: Mehr Frauen in
die Gemeindestuben und an die Spitze unserer Gemeinden“, betont
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Der Internationale Frauentag ist zugleich Anlass, auf die
vielfältigen Leistungen des Landes Niederösterreich für mehr
Gleichstellung hinzuweisen. Im Mittelpunkt stehen Initiativen zur
finanziellen Unabhängigkeit von Frauen wie das Projekt
„Geldheldinnen“, der Finanzführerschein sowie Programme des
Zukunftsfonds LEA. In enger Zusammenarbeit mit Frauen- und
Mädchenberatungsstellen werden Beratung, Prävention und
Bewusstseinsbildung landesweit ausgebaut. Auch der Schutz vor Gewalt
ist ein zentraler Schwerpunkt. Ergänzend setzt das Land auf
Präventionsarbeit, Informationskampagnen und enge Vernetzung mit
Opferschutzeinrichtungen.

„Gleichstellung bedeutet gleiche Chancen in Bildung und Beruf,
Schutz vor Gewalt, faire Bezahlung und echte Mitbestimmung. Das Land
Niederösterreich investiert gezielt in Finanzbildung, Gewaltschutz,
Frauengesundheit und Bewusstseinsarbeit. Jede Frau soll
selbstbestimmt, sicher und wirtschaftlich unabhängig leben können.
Der Internationale Frauentag ist Auftrag und Verpflichtung zugleich,
diesen Weg entschlossen weiterzugehen“, so Frauen-Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister.