Wien (OTS) – Im Rahmen von „Apropos Oper“ (15.05 Uhr) ist ab 1. März
die
vierteilige Reihe „Oper und Philosophie“ zu hören. Jeweils am ersten
Sonntag im Monat nähert sich Philosoph und Opernliebhaber Konrad Paul
Liessmann den Opern „Don Giovanni“ (1.3.), „Tristan und Isolde“ (5.4.
), „Otello“ (3.5.) und „Wozzeck“ (7.6.) auf sehr persönliche Weise.
Oper und Philosophie: Passt dies überhaupt zusammen? Und wie! In
der Oper werden existentielle Fragen abgehandelt, die zutiefst
philosophisch genannt werden können: Liebe und Hass, Verbrechen und
Gerechtigkeit, Macht und Ohnmacht, Leben und Tod. „Gerade in der
Sinnlichkeit des Musiktheaters, in seinem ungeheuren Anspruch, alle
Künste zu vereinen, liegt ein philosophischer Impuls: der Versuch,
das Weltganze zu deuten. Jede Oper gleicht einem Kosmos – in sich
geschlossen und doch in lebendiger Korrespondenz mit der
Wirklichkeit. Jede große Oper enthält im Kern eine Philosophie, die
zur Sprache gebracht werden kann.“, so Konrad Paul Liessmann. Manche
Philosophen wurden in ihrem Denken unmittelbar vom Musiktheater
beeinflusst: Was wäre Kierkegaard ohne Mozart, Nietzsche ohne Wagner,
Adorno ohne Alban Berg? Umgekehrt schärft der philosophische Blick
auf die Oper auch das Gehör. Konrad Paul Liessmann, selbst Philosoph
und Opernliebhaber, nähert sich ausgewählten Opern auf ungewöhnliche
Weise: Nachdenklich und enthusiastisch, reflektierend und persönlich,
mit den Ohren in den Klangwelten des Musiktheaters, mit den Augen in
den Texten der großen Philosophen. Am Sonntag, den 1. März steht
Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ im Mittelpunkt der Ö1-Reihe
„Oper und Philosophie“ (15.05 Uhr), in den weiteren Folgen Richard
Wagners „Tristan und Isolde“ (5.4.), Giuseppe Verdis „Otello“ (3.5.)
und Alban Bergs „Wozzeck“ (7.6.). Das Programm von Ö1 im Detail ist
abrufbar unter https://oe1.orf.at/ .