WKÖ-Präsidentin Schultz: Wiedereingliederungsteilzeit schafft Win-Win-Situation für Beschäftigte und Unternehmen

Wien (OTS) – „Es freut mich, dass die Regierung die
Wiedereingliederungsteilzeit
nun bewerben will, sodass sie stärker als bisher zum Einsatz kommt.
Und das nicht nur, weil das Instrument auf eine Initiative der WKÖ
zurückgeht, sondern weil es eine echte Win-Win-Situation schafft“,
sagt Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (
WKÖ). So würden Arbeitnehmer:innen profitieren, weil ihnen nach
langer Krankheit der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben erleichtert
wird. Unternehmen wiederum halten wertvolle Mitarbeiter:innen, die
ansonsten dem Arbeitsmarkt oft noch länger nicht zur Verfügung
stünden.

So steigt durch die Wiedereingliederungsteilzeit der bzw. die
Arbeitnehmer:in z.B. für 20 Stunden wieder in den Arbeitsmarkt ein.
Der Betrieb zahlt die tatsächlich geleistete Arbeitszeit, der/die
Arbeitnehmer:in bekommt das Entgelt aber durch
Wiedereingliederungsgeld aufgebessert, das die ÖGK für maximal 6
Monate (und einer Verlängerungsmöglichkeit um 3 Monate) bezahlt. Die
Wiedereingliederungsteilzeit ist freiwillig und bedarf einer
Vereinbarung zwischen Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in, was sich in
der Praxis sehr bewährt hat.

Die Wiedereingliederungsteilzeit zählt zu den wirksamsten
Arbeitsmarktinstrumenten. Eine Evaluierung aus 2025 zeigt, dass rund
87 % der Personen im 1. Jahr nach der Wiedereingliederungsteilzeit
weiter erwerbstätig sind. Die Mehrheit der Personen in
Wiedereingliederungsteilzeit ist weiblich und zwischen 45 und 54
Jahren alt. „Gerade in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels
brauchen wir genau solche Instrumente. Denn wenn wir als Standort
zukunftsfähig sein wollen, können wir es uns nicht leisten, auf
Arbeitskräfte, die meist erfahren und motiviert sind, zu verzichten“,
so Schultz. (PWK056/DFS)