St. Pölten (OTS) – Mit der Prämierung „Goldener Erdapfel“ rückt die
Interessengemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) einmal mehr die
beeindruckende Vielfalt der österreichischen Erdäpfelproduktion ins
Rampenlicht. 145 Proben, eingereicht von Bäuerinnen und Bauern aus
allen Regionen Österreichs, wurden heuer bewertet – darunter 41
unterschiedliche Sorten. Zudem wurde Michael Bachl aus Streitdorf zum
neuen IGE-Obmann gewählt.
Gerade in einer herausfordernden Saison 2025/26 für den
Erdäpfelmarkt kommt der Auszeichnung besondere Bedeutung zu. „In
Jahren wie diesen, in denen die Erzeugerpreise vielfach unter den
Erwartungen bleiben, ist es umso wichtiger, die Leistungen der
Bäuerinnen und Bauern vor den Vorhang zu holen. Der Goldene Erdapfel
zeigt nicht nur Spitzenqualität, sondern auch die enorme Vielfalt der
heimischen Erdäpfelproduktion“, erklärt Lorenz Mayr , Vizepräsident
der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.
„Die Bäuerinnen und Bauern, die mit dem Goldenen Erdapfel geehrt
werden, zeigen vorbildlich, wie herausragende Qualität in Österreich
produziert wird. Um auch künftig hochqualitative Kartoffeln
produzieren zu können, brauchen unsere bäuerlichen Familienbetriebe
klare Zukunftsperspektiven. Dazu zählt insbesondere ein stabiles und
ausreichend dotiertes EU-Agrarbudget. Ein herzliches Dankeschön für
den täglichen, unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung
und herzliche Gratulation an alle ausgezeichneten Betriebe.“, betonte
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.
„Vom Burgenland bis Vorarlberg, von Oberösterreich bis Kärnten
zeigt sich eindrucksvoll, wie breit und qualitätsorientiert der
heimische Erdäpfelbau, großteils mit dem rot-weiß-roten AMA-
Gütesiegel ausgezeichnet, aufgestellt ist. Der Goldene Erdapfel macht
sichtbar, was den Sektor auszeichnet: große Sortenvielfalt, hohe
fachliche Kompetenz und starke regionale Verwurzelung. Die
Auszeichnung macht diese Stärken sichtbar und gibt den Leistungen der
Bäuerinnen und Bauern eine Bühne“, so Christina Mutenthaler-Sipek ,
Geschäftsführerin der AMA-Marketing.
Junge Sorten und regionale Vielfalt überzeugen die Jury
In der Kategorie „festkochend“ konnten sich erneut moderne,
leistungsfähige Sorten aus österreichischem Anbau durchsetzen. Den 1.
Platz belegte Hannes Andre aus Drösing, Bezirk Gänserndorf, mit der
Sorte „Graziosa“. In der Kategorie „vorwiegend festkochend/mehlig“
sicherten sich Sonja und Andreas Ihm aus Seitzersdorf, Bezirk
Korneuburg, mit der Sorte „Belmonda“ den 1. Platz.
Michael Bachl ist neuer IGE-Obmann, Ehrentrophäe für Franz
Wanzenböck
Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung war die
Verleihung der Ehrentrophäe der IGE sowie der Großen Silbernen
Kammermedaille der Landwirtschaftskammer Niederösterreich an Franz
Wanzenböck, der den Verband 20 Jahre lang als Obmann maßgeblich
geprägt hat. Seit der Gründung im Jahr 1994 war es Ziel der IGE, die
Interessen der Erdäpfelbäuerinnen und -bauern zu vertreten, aktuelle
Informationen bereitzustellen, Märkte zu beobachten, internationale
Kontakte zu pflegen, den Organisationsgrad in der Vermarktung zu
erhöhen und Fachveranstaltungen zu organisieren – mit dem
langfristigen Anspruch, ein Kompetenzzentrum für
qualitätsorientierten Erdäpfelbau zu schaffen.
Viele dieser Ziele wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten
erreicht – nicht zuletzt durch das kontinuierliche Engagement des
bisherigen Obmanns. „Franz Wanzenböck hat die IGE mit Weitblick,
Beharrlichkeit und großem persönlichem Einsatz weiterentwickelt. Er
hat den Verband zukunftsfit gemacht und damit wesentlich zur Stärkung
des heimischen Erdäpfelbaus beigetragen. Auf diesem starken Fundament
werden wir weiter aufbauen“, betont Michael Bachl , der nun die
Funktion des IGE-Obmanns übernommen hat. Bachl kommt aus Streitdorf
im Weinviertel und führt seit kurzem den familieneigenen
Ackerbaubetrieb in nächster Generation weiter. Der Betrieb ist auf
Erdäpfelproduktion und Gemüsebau spezialisiert.
Mit dem Goldenen Erdapfel und der Ehrung verdienter
Persönlichkeiten setzen die IGE und die AMA-Marketing auch 2026 ein
klares Zeichen für Qualität, Vielfalt und die Menschen hinter den
heimischen Erdäpfeln.
Platzierungen im Überblick
Kategorie „festkochend“
1.
Hannes Andre, Drösing, Bez. Gänserndorf (NÖ) – Sorte: Graziosa
2.
Christine und Johannes Hofmeister, Bad Pirawarth, Bez.
Gänserndorf (NÖ) – Sorte: Venezia
3.
Michaela Stoynitsch, Hof am Leithaberge, Bez. Bruck/Leitha (NÖ) –
Sorte: Lea
Kategorie „vorwiegend festkochend/mehlig“
1.
Sonja und Andreas Ihm, Seitzersdorf, Bez. Korneuburg (NÖ) –
Sorte: Belmonda
2.
Gerhard Kaufmann, Nenzing, Bez. Bludenz (Vorarlberg) – Sorte:
Agria
3.
Karl Seidl, Buch-St. Magdalena, Bez. Hartberg-Fürstenfeld (
Steiermark) – Sorte: Luna Rossa