Totschnig: Wichtige Wasserbewirtschaftungsfragen sichern nachhaltige Zukunft unserer Gewässer

Wien (OTS) – Das Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft,
Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) hat die Wichtigen
Wasserbewirtschaftungsfragen 2025 veröffentlicht. Sie sind ein
zentraler Bestandteil der Vorarbeiten für den 4. Nationalen
Gewässerbewirtschaftungsplan 2027 bis 2033 und zeigen jene Themen
auf, die für den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Flüssen, Seen
und Grundwasser in Österreich in den kommenden Jahren besonders
relevant sind.

„Österreich ist ein wasserreiches Land, doch der Klimawandel stellt
auch uns vor neue Herausforderungen. Mit den, wichtigen
Wasserbewirtschaftungsfragen‘ setzen wir unsere Anstrengungen für
eine nachhaltige und klimaangepasste Bewirtschaftung unserer Gewässer
fort und laden alle ein, sich aktiv an der Gestaltung der
Wasserzukunft Österreichs zu beteiligen“, betont Umweltminister
Norbert Totschnig .

In den vergangenen Jahrzehnten wurden in der österreichischen
Wasserwirtschaft wesentliche Erfolge erzielt. Dazu zählen eine
sichere Trinkwasserversorgung, eine überwiegend gute Wasserqualität
in Flüssen und Seen sowie ein kontinuierlich verbesserter
Hochwasserschutz. Gleichzeitig rücken Wasserverfügbarkeit und
Gewässerqualität infolge des Klimawandels zunehmend in den
Vordergrund.

Neue Herausforderungen für Wasserverfügbarkeit und Gewässerqualität
Die wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen greifen diese
Entwicklungen auf und stellen zentrale Zukunftsfragen in den
Mittelpunkt. Dazu zählen die Sicherung der Trinkwasserversorgung auch
in Trockenperioden, die weitere Reduktion von Schadstoffeinträgen
sowie der Erhalt und die Verbesserung der ökologischen
Funktionsfähigkeit von Flüssen und Seen unter veränderten
klimatischen Bedingungen. Steigende Wassertemperaturen und veränderte
Abflussregime stellen neue Anforderungen an die Bewirtschaftung der
Gewässer.

Grundlage für den gesamten Prozess ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie,
die die Einhaltung chemischer und ökologischer Standards für alle
Gewässer vorschreibt. Die bisherigen Erfolge etwa in der
Abwasserreinigung oder bei der Verbesserung von Gewässerlebensräumen
sind wichtige Meilensteine. Gleichzeitig besteht weiterhin
Handlungsbedarf, um Belastungen wirksam zu reduzieren und
Bewirtschaftungsformen an die veränderten klimatischen
Rahmenbedingungen anzupassen.

Öffentliche Beteiligung beim Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan
Mit der Veröffentlichung der wichtigen Wasserbewirtschaftungsfragen
startet auch das öffentliche Beteiligungsverfahren. Bis 22. Juni 2026
können Bürgerinnen und Bürger, Länder, Gemeinden, Betriebe,
Fachinstitutionen sowie Interessenvertretungen Stellungnahmen
einbringen. Die Rückmeldungen fließen in die Ausarbeitung des
Entwurfs zum 4. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan ein, der Ende
2026 vorgelegt werden soll. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige
Lösungen zu entwickeln und die Weichen für eine nachhaltige und
resiliente Wasserzukunft zu stellen.

Stellungnahmen können per E-Mail an wasserrahmenrichtlinie@
bmluk.gv.at oder postalisch an das Bundesministerium für Land und
Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft, Abteilung IV 2 Nationale und Internationale
Wasserwirtschaft, Stubenring 1, 1010 Wien, übermittelt werden.

Weitere Informationen
Website: Die Zukunft unserer Gewässer – Wichtige
Wasserbewirtschaftungsfragen 2025
Bericht: Die Zukunft unserer Gewässer