Gaál: Ordnungsberater*innen ziehen Rekordbilanz – 42.049 Kontrollgänge für Ordnung und ein respektvolles Miteinander im Gemeindebau

Wien (OTS) – Die Ordnungsberater*innen sind aus dem Wiener
Gemeindebau nicht mehr
wegzudenken: Seit über 16 Jahren sind sie Tag für Tag und bei jedem
Wetter im Einsatz und sorgen für Ordnung, Sicherheit und ein
funktionierendes Zusammenleben in Wiens Gemeindebauten. Mit täglichen
Kontrollgängen in den städtischen Wohnhausanlagen leisten sie einen
wichtigen Beitrag zu Lebensqualität, Sicherheit und einem
respektvollen Miteinander. Sie dokumentieren und melden
Verunreinigungen, Vandalismusschäden oder illegale Ablagerungen und
überwachen die Einhaltung des Wiener Reinhaltegesetzes sowie der
Hausordnung.

2025 war ein Rekordjahr: 42.049 Kontrollgänge und 54.483
Gespräche mit Mieter*innen und Anrainer*innen wurden verzeichnet. Zum
Vergleich: 2024 waren es rund 37.000 Kontrollgänge und rund 36.000
Gespräche. Im Vordergrund steht zunächst immer das aufklärende und
verbindliche Gespräch. Die Ordnungsberater*innen informieren vor Ort
über die geltenden Spielregeln und leisten wertvolle
Überzeugungsarbeit: Dass es zum Vorteil aller Bewohner*innen ist,
wenn Wohnhausanlagen sauber gehalten und Abfall korrekt entsorgt
wird. Das betrifft auch illegale Sperrmüllablagerungen, denn die
Kosten für Entrümpelungen – etwa in Stiegenhäusern, Abstellräumen,
Müllräumen und -plätzen oder Außenbereichen – müssen letztendlich
alle Mieter*innen tragen, wenn die Verursacher*innen nicht
ausgeforscht werden können.

„Der Gemeindebau ist das liebgewonnene Zuhause für sehr viele
Wiener*innen – damit das Miteinander in den Wohnhausanlagen
tagtäglich gut funktioniert, braucht es gegenseitigen Respekt und
Rücksichtnahme. Unsere Ordnungsberater*innen sind dabei wichtige und
zuverlässige Ansprechpersonen vor Ort: Sie sind präsent, klären auf
und helfen, Probleme zu beseitigen. Dazu gehört auch, dass Strafen
ausgestellt werden. Damit Höfe, Gänge und Grünflächen sauber bleiben
und sich alle wohlfühlen“, betont Vizebürgermeisterin und
Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

2.793 Organstrafverfügungen und 735 Anzeigen wegen Verstößen
gegen das Wiener Reinhaltegesetz

Wenn Gespräche nicht ausreichen, können Vergehen gegen das Wiener
Reinhaltegesetz auf öffentlich zugänglichen Flächen auch direkt
geahndet werden. Bei Verstößen gegen das Wiener Reinhaltegesetz
verzeichnete Wiener Wohnen 2025 einen Anstieg um rund 18 Prozent. In
der Folge kam es zu 2.793 Organstrafverfügungen und 735 Anzeigen.
Eine Organstrafverfügung für eine Verunreinigung kostet 50 Euro. Wer
sich weigert, zu bezahlen, sich auszuweisen oder eine Verunreinigung
zu beseitigen, wird angezeigt. Die höheren Kosten für eine Anzeige
können bis zu 2.000 Euro betragen.

„Unsere Ordnungsberater*innen sind für ihre Aufgaben speziell
geschult – etwa in Erster Hilfe und Konfliktmanagement – und arbeiten
eng mit Mieterbeirät*innen, Hausbesorger*innen, Hausbetreuung sowie
Partner*innen im Grätzl zusammen. Ihr Einsatz verbindet Information,
Deeskalation und – wenn nötig – konsequentes Einschreiten“, sagt
Wiener Wohnen-Direktorin Karin Ramser.

„Abmarsch Wagerl“: Sammeltransporte für illegal abgestellte
Einkaufswagerl

Wiener Wohnen hat 2025 ein innovatives Projekt gestartet, um
einem Hauptärgernis bei illegalen Ablagerungen zu begegnen:
abgestellte Einkaufswagerl, die aus Supermärkten mitgenommen und dann
in Gängen, Höfen, auf Grünflächen oder vor Hauseingängen
zurückgelassen werden. Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, ist in
Wahrheit ein Sicherheitsrisiko – insbesondere dann, wenn Wagerl
Flucht- und Rettungswege blockieren. Allein im Testzeitraum von März
bis Mai 2025 wurden monatlich bis zu 900 herrenlose Einkaufswagerl
eines einzigen Handelskonzerns in Gemeindebauten gezählt.

Gemeinsam mit Handelskonzernen, Entsorgungsfirmen und der Wiener
Wohnen Hausbetreuung wurde ein Maßnahmenpaket umgesetzt: Fix
definierte Sammelstellen in bestimmten Wohnhausanlagen, regelmäßige
Abholintervalle sowie klare interne Abläufe für Sammlung und
Bereitstellung sorgen dafür, dass Einkaufswagerl rasch entfernt
werden. Ergänzend wird auch konsequent kontrolliert: Wer dabei
erwischt wird, einen Einkaufswagen in der Anlage abzustellen,
riskiert ein Strafmandat in Höhe von 50 Euro. Die Mitnahme eines
Einkaufswagerls bleibt ein Strafdelikt.

Jahresbilanz 2025 in Zahlen: Präsenz wirkt – Gespräche bleiben
zentral

– 42.049 Kontrollen

– 54.483 Gespräche mit Mieterinnen (und Anrainerinnen)

– 35.901 Meldungen nach Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes

– 41.143 Meldungen nach Verstößen gegen die Hausordnung

– 672 Sonderbegehungen

– 43.445 Entrümpelungen

– 2.793 Organstrafverfügungen nach Verletzung des Wiener
Reinhaltegesetzes

– 735 Anzeigen nach Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes

Zu den häufigsten Beanstandungen zählten 2025:
Sperrmüllablagerungen, Verunreinigungen, weggeworfene Zigaretten und
nicht entfernter Hundekot.

Service-Hinweis: Hinweise zu akuten Verunreinigungen oder
Missständen können Bewohner*innen rund um die Uhr über die Wiener
Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75 melden. Die Service-Nummer ist auch
während der Feiertage zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar.