Samariterbund wird für humanitäres Engagement in der Westsahara geehrt

Wien (OTS) – Als einzige Organisation Österreichs wurde der
Samariterbund für sein
langjähriges humanitäres Engagement in der und für die Westsahara
geehrt. Im Rahmen eines feierlichen Empfangs am 26. November in der
südalgerischen Provinz Tindouf sprachen Vertreter:innen des Roten
Halbmonds dem Samariterbund als Organisation und Samariterbund-
Geschäftsführer Andreas Balog persönlich würdigende Worte aus.

Das vielfältige Engagement des Samariterbundes für die Westsahara
geht bis ins Jahr 2007 zurück. „Bildung und Gesundheit sind
Schwerpunkte unserer internationalen Arbeit“, erklärt Andreas Balog.
„Wir haben mitgeholfen, Schulgebäude zu sanieren, die Ausbildung von
Lehrkräften vor Ort zu optimieren und Kinder mit Behinderung in den
Flüchtlingscamps zu unterstützen. Vorrangig leisten wir Hilfe zur
Selbsthilfe, um die Lage für die Menschen vor Ort zu verbessern“,
fasst Balog zusammen. „Wir freuen uns sehr über diese Ehrung, die
unsere jahrelangen Bemühungen anerkennt und uns in unserem Tun
bestärkt.“

Zwtl.: Pflegedienst und Lernwerkstätten

Sieben Projekte zwischen 2007 und 2023 konnte der Samariterbund
erfolgreich mit Partnerorganisationen umsetzen. Der Fokus lag dabei
auf der Renovierung von Volksschulen in den Flüchtlingscamps Smara
und Aaiun, ebenso wurden die Kapazitäten für Pflege in den
saharauischen Flüchtlingscamps ausgebaut und ein
psychotherapeutischer Pflegedienst für Kinder mit Behinderungen in
den Flüchtlingscamps etabliert. Ein wichtiger Beitrag, um die
Qualität der Schulbildung zu erhöhen, war die Verbesserung der
Lehrerausbildung in den Camps ebenso wie die Schaffung von
didaktischen Lernwerkstätten für saharauische Pädagoginnen und
Pädagogen.

Zwtl.: Recht auf Selbstbestimmung gefordert

Prominente Unterstützerin ist die Schauspielerin Erika Pluhar,
die sich seit vielen Jahren für die Interessen der Westsahara
einsetzt. Ihr Adoptivsohn Ignaz stammt aus der Region. „Es ist
notwendig, dass die Bevölkerung der Westsahara ihr Recht auf
Selbstbestimmung ausüben kann. Die Menschen vor Ort sollen in einem
freien und fairen Referendum über ihre politische Zukunft selbst
entscheiden dürfen“, stellt Pluhar fest. Erst Ende Oktober dieses
Jahres wurde eine Abstimmung im UN-Sicherheitsrat abgehalten, die
eine Lösung im Westsahara-Konflikt herbeiführen soll. Diese
Resolution sieht allerdings keine freie Wahl vor, sondern sieht die
Westsahara als einen autonomen Teil von Marokko und steht damit im
Widerspruch zu internationalen Urteilen.

„Diese Auszeichnung ist für uns nicht nur eine Würdigung der
vergangenen Jahre, sondern vor allem ein Auftrag für die Zukunft.
Unser Engagement in der Westsahara darf nicht enden – wir werden
weiterhin an der Seite der Menschen stehen und gemeinsam daran
arbeiten, ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern“, so
Samariterbund-Geschäftsführer Andreas Balog abschließend.