260 Ärztinnen und Ärzte in Niederösterreich übernehmen Feuerwehruntersuchungen

Wien (OTS) – Untersuchungen zu Atemschutztauglichkeit und allgemeiner
Einsatztauglichkeit sind zentrale Voraussetzungen für den Einsatz im
Atemschutzdienst sowie bei Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehren in
Niederösterreich. Sie schützen Einsatzkräfte, die unter hoher
körperlicher Belastung in potenziell gefährlichen Umgebungen
arbeiten. 260 Ärztinnen und Ärzte in Niederösterreich führen die
Untersuchungen auch für nicht-eigene Feuerwehrpatientinnen und –
patienten durch und sichern damit die Einsatzfähigkeit und Gesundheit
der Feuerwehrkräfte.

Der Niederösterreichische Landesfeuerwehrverband hat das
Eignungsverfahren zuletzt neu strukturiert: Basis ist eine ärztliche
körperliche Untersuchung sowie eine Blutabnahme (allgemeine Vorsorge)
. Ergänzend sind jährlich körperliche Leistungstests bei der
jeweiligen Feuerwehr zu absolvieren. Die Tauglichkeit wird
üblicherweise alle fünf Jahre, ab 40 alle drei Jahre und zwischen dem
60. und 65. Lebensjahr jährlich überprüft.

Um den niederschwelligen Zugang zur ärztlichen Basisuntersuchung
sicherzustellen, hat die Ärztinnen- und Ärztekammer für
Niederösterreich (ÄKNÖ) einen Aufruf gestartet. 260 Ärztinnen und
Ärzte in ganz Niederösterreich bieten diese Untersuchung auch für
Feuerwehrmitglieder an, die nicht zu ihrem eigenen Patientenstamm
gehören. Die nach Gemeinden geordnete Liste wurde am 30. September
von Dr. Dagmar Fedra-Machacek, Vizepräsidentin und Kurienobfrau der
niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, und Dr. Karoline Tauchmann,
Kurienobfrau-Stellvertreterin, an den Landesfeuerwehrkommandanten von
Niederösterreich, Dietmar Fahrafellner, MSc, übergeben. „ Mit dieser
Liste möchten wir als Ärztinnen und Ärzte unseren Beitrag leisten,
damit sichergestellt wird, dass die Einsatzkräfte ihre Aufgaben
sicher und effektiv erfüllen können – zum Schutz der eigenen
Gesundheit und der Kameradinnen und Kameraden “, sagt Karoline
Tauchmann, die auch als Bezirksfeuerwehrärztin in Gmünd tätig ist.
Die Liste ist auf der Website der ÄKNÖ abrufbar und wird zusätzlich
an alle rund 1.700 Freiwilligen Feuerwehren weitergegeben.

Dietmar Fahrafellner dankt der ÄKNÖ und den 260 Ärztinnen und Ärzten,
die sich bereiterklärt haben, Feuerwehruntersuchungen auch über den
eigenen Patientenstamm hinaus durchzuführen, für diese Initiative. „
Damit leisten Sie einen wertvollen Beitrag, um die Einsatzfähigkeit
und Gesundheit unserer Freiwilligen Feuerwehren nachhaltig
sicherzustellen. Die körperliche Eignung und Gesundheit unserer
Feuerwehrmitglieder sind entscheidende Grundlagen für die Sicherheit
im Einsatz. Gerade im Bereich des Atemschutzes und bei körperlich
besonders fordernden Einsätzen ist es unerlässlich, dass unsere
Feuerwehrfrauen und -männer bestens vorbereitet und geschützt sind .“

Fotos dazu finden Sie auf unserer Website .