St. Pölten (OTS) – Zum geplanten Fahrplan 2026 ab Dezember 2025 und
der Einführung des
Railjet Express auf der Südbahn erhebt Niederösterreichs
Verkehrslandesrat, LH-Stellvertreter Udo Landbauer, deutliche Kritik:
„Es ist völlig inakzeptabel, dass das neue Produkt Railjet Express –
die schnellste Verbindung auf der Südbahn – in Wiener Neustadt nicht
halten soll. Wiener Neustadt ist mit fast 40.000 Fahrgästen pro Tag
der stärkste Bahnknoten Niederösterreichs. Wer diesen Knoten zum
bloßen Durchfahr-Bahnhof degradiert, begeht einen schweren Fehler
zulasten der gesamten Region.“
Landbauer fordert eine klare Kurskorrektur: „Dieser Fahrplan darf
so nicht umgesetzt werden. Ich verlange von der ÖBB und vom Bund die
sofortige Überprüfung und Korrektur im Fernverkehrsangebot. Es muss
sichergestellt sein, dass die schnellsten Züge des Landes in Wiener
Neustadt halten. Alles andere ist eine Schlechterstellung, die wir
nicht hinnehmen können.“
Das Land Niederösterreich habe seine Hausaufgaben längst gemacht
und die Weichen für den Nahverkehr gestellt, betont Landbauer.
· Cityjet-Express Linie 9 (CJX9): Seit 2024 fährt die neue
schnelle Nahverkehrslinie im Stundentakt, in der Hauptverkehrszeit
sogar halbstündlich, zwischen Wien und Wiener Neustadt. Damit stehen
pro Stunde rund 440 zusätzliche Sitzplätze, in der Hauptverkehrszeit
sogar 880 Sitzplätze zur Verfügung.
· Neue Doppelstockzüge ab Sommer 2026: Mit den modernen Stadler-
KISS-Garnituren mit bis zu acht Waggons – statt bisher sechs – steigt
die Kapazität pro Zug von rund 440 auf rund 744 Sitzplätze – ein Plus
von 35 Prozent.
· Mehr Angebot für Pendler: Durch diese Maßnahmen steigt das
Sitzplatzangebot im schnellen Nahverkehr zwischen Wien und Wiener
Neustadt von rund 30.000 auf künftig rund 45.000 Plätze pro Werktag.
· Mehr Züge, bessere Verbindungen: Im Vergleich zu 2023 wächst
das Angebot an schnellen Nahverkehrszügen. Damit gibt es mehr
Möglichkeiten für die tägliche Fahrt zur Arbeit, in die Schule oder
zur Universität.
„Wir haben rechtzeitig vorgesorgt. Mit dem CJX9 und den neuen
Doppelstockzügen über den Verkehrsdienstevertrag stellen wir sicher,
dass unsere Pendler schnelle, direkte und bequeme Verbindungen
bekommen. Es kann nicht sein, dass der Fernverkehr diese
Verbesserungen im Nahverkehr untergräbt und einfach durchrauscht“, so
Landbauer. Besonders wichtig ist Landbauer auch die Rolle Wiener
Neustadts als Umsteigeknoten: „Tausende Fahrgäste von den Nebenbahnen
steigen in Wiener Neustadt um. Diese Anschlüsse dürfen durch die
Fahrplanänderung keinesfalls verschlechtert werden. Wer den zentralen
Knotenpunkt schwächt, trifft nicht nur die Stadt, sondern die gesamte
Region.“
„Die ÖBB muss ihre Fahrpläne im Fernverkehr nachbessern und den
Halt des neuen Railjet Express in Wiener Neustadt sicherstellen.
Ebenso darf es zu keiner Schlechterstellung bei den wichtigen
Umsteigeverbindungen auf die Nebenbahnen zwischen dem CJX9 und
Regionalbahnen kommen. Qualität, Pünktlichkeit und
Anschlusssicherheit dürfen nicht dem Rotstift geopfert werden. Wiener
Neustadt ist das Rückgrat des Bahnverkehrs in Niederösterreich – und
dieses Rückgrat darf nicht geschwächt werden. Wir werden mit aller
Entschlossenheit dagegen auftreten: Wiener Neustadt darf kein
Durchfahr-Bahnhof werden!“
Weitere Informationen bei Alexander Murlasits, Leitung Presse und
Öffentlichkeitsarbeit, Büro LH-Stellvertreter Udo Landbauer, Telefon
0676/81213742, E-Mail [email protected]