Lithium-Batterien: Brandgefahr außer Kontrolle – Entsorger schlagen Alarm und fordern wirksames Rücknahmesystem

St. Pölten (OTS) – Beim Herbstfest der WKNÖ-Fachgruppe, das rund 150
Teilnehmer auf
einer Donauschifffahrt zusammenführte, stand deshalb ein zentrales
Thema im Fokus: die unkontrollierbare Brandgefahr durch Lithium-
Batterien und -Akkus in Entsorgungsbetrieben.

Obmann Thomas Kasper fordert dringend ein Cashback-System, das
Konsument:innen zur sicheren Rückgabe motiviert: „Wir brauchen eine
gesetzlich verankerte Lösung, ähnlich wie beim Flaschenpfand. Nur so
können wir das Risiko eindämmen und die Entsorger entlasten. Es kann
nicht sein, dass unsere Betriebe weiterhin auf den Kosten und vor
allem den lebensgefährlichen Risiken sitzen bleiben.“

Menschenleben in Gefahr – Millionen-Schäden an Anlagen

Lithium-Batterien und -Akkus, die achtlos im Restmüll landen,
entfalten bei der Entsorgung eine brandgefährliche Wirkung: Schon
kleinste Beschädigungen können Explosionen und Feuer auslösen. Immer
häufiger geraten Anlagen in Flammen, Mitarbeiter werden in akute
Lebensgefahr gebracht, während Millionen-Schäden an technischen
Einrichtungen entstehen. Auch die Versicherungsrisiken steigen ins
Unermessliche.

„Wir haben es mit einer tickenden Zeitbombe zu tun“, betont
Kasper. „Jeder Brand gefährdet nicht nur unsere Anlagen, sondern vor
allem die Menschen, die tagtäglich an vorderster Front im Einsatz
sind. Es ist schlicht unverantwortlich, sie ohne ein wirksames
Rücknahmesystem dieser Gefahr auszusetzen.“

Klare Forderung an die Politik

Die niederösterreichische Fachgruppe kämpft seit Jahren gemeinsam
mit dem Fachverband für ein verpflichtendes Cashback-System. „Die
Politik muss jetzt handeln – sofort und entschlossen. Nur klare
gesetzliche Regelungen und sichere Sammel- sowie
Entsorgungsstrukturen können weitere Katastrophen verhindern“,
appelliert Kasper eindringlich.