Zierfuß zum Schulstart in Wien: Emmerling kann sich nicht länger hinter Wiederkehr verstecken

Wien (OTS) – „Neos-Stadträtin Emmerling kann sich nicht länger hinter
Neos-
Bildungsminister Wiederkehr verstecken. Die Baustellen im Wiener
Bildungsbereich sind zu groß und umfassend, um auf Maßnahmen des
Bundes zu warten. Wenn die Hälfte von Wiens Schulanfängern bereits im
letzten Schuljahr nicht ausreichend Deutsch konnte, herrscht Gefahr
in Verzug! Wien muss jetzt handeln, sonst gehen auch im kommenden
Schuljahr Generationen von Kindern und Jugendlichen verloren“, warnt
der Klubobmann der Wiener Volkspartei, Bildungssprecher Harald
Zierfuß anlässlich des Schulstarts in Wien nächste Woche. „Die von
der ÖVP geführte Bundesregierung hat sich im Bildungsbereich ein
ambitioniertes Maßnahmenpaket vorgenommen, das gut vorbereitet werden
muss. Wien hat diese Zeit aber längst übersehen und kann deshalb
nicht länger auf den Bund und damit auf Wiederkehr warten“, so
Zierfuß.

„Die Neos in Wien haben fünf Jahre ihre Verantwortung für den
Bildungsbereich auf den Bund geschoben, anstatt selbst anzupacken.
Anträge der Wiener Volkspartei für eine verpflichtende Sommerschule
für außerordentliche Schüler in Wien haben die Neos im Wiener
Gemeinderat abgelehnt, anstatt Wege und Möglichkeiten zu finden, eine
solche umzusetzen“, so der Bildungssprecher. Auch das vom Bund
geplante zweite verpflichtende Kindergartenjahr sei wichtig, so
Zierfuß, „aber für Wien viel zu wenig“. Wiens außerordentliche
Schulanfänger waren schon im letzten Schuljahr mehr als zwei Jahre in
einem Wiener Kindergarten und haben dennoch nicht ausreichend Deutsch
für einen ordentlichen Status gelernt. „Hier fehlt es hinten und
vorne an einer ausreichenden und qualitativen Deutschförderung im
Kindergarten“, so der Bildungssprecher.

„Unser Deutschförderplan für den Kindergarten liegt seit Jahren
am Tisch und wird von den Neos auch weiterhin ignoriert. Dieser sieht
vor allem verpflichtende Sprachstandserhebungen für alle Dreijährigen
sowie eine ganztägige Kindergartenpflicht für alle Kinder mit
Deutschförderbedarf vor“, so Zierfuß. Da Deutschförderung im
Kindergarten vor allem alltagsintegriert passiert, brauche es auch
endlich die Einführung eines Stufenplans zur Erhöhung des Fachkraft-
Kind-Schlüssels sowie eine Sprachförderausbildung und ein C1-
Sprachniveau beim gesamten Kindergartenpersonal. Weiters führe auch
kein Weg daran vorbei, in Wien die Kindergartenförderung an die
Qualität der Deutschförderung in den Kindergärten zu koppeln.
„Nachdem die elementare Bildung in Gesetzgebung und Vollziehung
Landessache ist, braucht die Stadt hier auch nicht auf Vorgaben durch
den Bund zu warten“, so Zierfuß abschließend.