Wien (OTS) – In den Sommermonaten ist Erfrischung im kühlen Nass
gefragt. Doch
Vorsicht ist geboten, denn Wasser als Gefahrenquelle wird oftmals
unterschätzt. Anlässlich des „Tages gegen das Ertrinken“ am 25. Juli
erinnert die Samariterbund-Wasserrettung an die Wichtigkeit der
Baderegeln und mahnt zu ihrer Einhaltung, um Badeunfälle zu
vermeiden.
Jährlich ertrinken rund 40 Menschen in Österreich, bei Kindern
sind Badeunfälle laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die
zweithäufigste Todesursache. Doch jede:r einzelne Verletzte oder gar
Todesfall ist eine:r zu viel. Daher gilt: Die richtige Vorbereitung
für den Badetag ist das Um und Auf. „Schwimmen zählt zu den
gesündesten Sportarten überhaupt und ist eine ideale
Breitensportart“, weiß Amina Höfinger, erfahrene Rettungsschwimmerin
und Beiratsvorsitzende der Wasserrettung des Samariterbund
Österreichs. Wer also gerne schwimmt, tut seiner Gesundheit etwas
Gutes.
Zwtl.: Kälteschock vermeiden – langsam ins Wasser gehen
Doch um das Risiko, im Wasser einen Unfall zu erleiden, so klein
wie möglich zu halten, sollten Schwimmfans lieber zu zweit oder mit
mehreren Personen das kühle Nass aufsuchen. „So macht es mehr Spaß,
und es ist auch sicherer. Sollte Ihnen etwas zustoßen, Sie etwa einen
Krampf in Armen oder Beinen bekommen, können andere Personen sofort
eingreifen“, so die Expertin des Samariterbundes.
Tunlichst zu vermeiden sind spontane Sprünge ins Wasser – sei es,
um eine Kollision mit anderen Personen oder Gefahrenquellen zu
vermeiden, aber auch, um den Kreislauf nicht überzustrapazieren. „Der
Körper benötigt Zeit, seine eigene Temperatur an die des Wassers
anzupassen“, weiß Höfinger. „Wer bei Hitze ins kühle Wasser springt,
riskiert einen Kälteschock, da sich die Adern schlagartig verengen
und der Blutdruck stark ansteigt. Dringend anzuraten ist es daher,
sich abzuduschen, bevor man ins Wasser geht, und nur langsam ins
Wasser hineinzugehen“, fasst die versierte Rettungsschwimmerin
zusammen. Ein wichtiger Aspekt ist auch das Thema Selbsteinschätzung:
„Lassen Sie sich niemals zu Mutproben verleiten!“, mahnt die Expertin
zur Vorsicht.
Zwtl.: Kinder beim Baden immer beaufsichtigen
Um einen Badetag mit den Jüngsten genießen zu können, ist
besondere Aufmerksamkeit der Begleitpersonen vonnöten. „Schwimmhilfen
wie Flügerl oder Reifen ersetzen keinesfalls die Aufsichtspflicht der
Erwachsenen, und lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der
Nähe von Wasser spielen!“, unterstreicht Amina Höfinger. Was viele
Eltern nicht wissen: Besonders Kleinkinder sind im Wasser gefährdet,
da sie lautlos ertrinken.
Die Wasserrettung des Samariterbundes rät daher, Kindern
möglichst früh eine Schwimmausbildung zu ermöglichen, und bietet auch
entsprechende Kurse an. „Ganz wichtig ist auch die richtige
Vorbereitung auf das Wasser: Probieren Sie einen spielerischen Zugang
beim Duschen oder in der Badewanne aus, und geben Sie Ihrem Kind die
Zeit, die es benötigt“, rät die Expertin.
Auch wer bereits vor Jahrzehnten das Schwimmen erlernt hat, kann
seine Technik noch verbessern. Der Samariterbund bietet auch hier
Kurse für alle Leistungsstufen an, von Anfänger:innen bis zu
Perfektionseinheiten für Fortgeschrittene.
Noch bis 27. Juli informiert der Samariterbund im Rahmen einer
Aktionswoche zum Thema Sicherheit im Wasser.
Alle Details dazu: Aktionswoche Tag gegen das Ertrinken – Arbeiter-
Samariter-Bund Österreichs
Die Baderegeln zum Download