Wien (OTS) – Der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Alexander
Petschnig zeigte
sich erfreut, dass alle im Nationalrat vertretenen Parteien das
Volksbegehren „Nein zum Atomkraft-Greenwashing“ vollinhaltlich
unterstützen. „Man muss jedoch auch einen Blick hinter die Kulissen
werfen, um die Zusammenhänge zu verstehen, denn der Strombedarf von
Österreich, Deutschland und der Europäischen Union wächst durch die
sogenannte ‚Energiewende‘ enorm.
Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen, sei laut
Petschnig gut, aber durch Abhängigkeiten von Wetter und Topografie
nicht grundlastfähig. Deshalb müsse man an alternative
Kraftwerkssysteme denken. „In Österreich wurden ja bereits alle
Kohlekraftwerke stillgelegt, während zum Beispiel China in diesem
Bereich mit etwa 600 Kraftwerken aufrüstet. Gaskraftwerke sind durch
den Russland-Ukraine-Konflikt außer Mode geraten, und Atomkraftwerke
lehnen wir kategorisch ab“, so Petschnig.
Das „Greenwashing“ von Atomstrom sei laut Petschnig erzwungen,
denn der Hunger nach Strom müsse gestillt werden. Deutschland habe
zum Beispiel auf Atomkraftwerke gänzlich verzichtet, müsse aber Strom
importieren. „So werden enorme Mengen an Strom aus Frankreich
importiert – und zwar Atomstrom! Allein deshalb wurden an der deutsch
-französischen Grenze sechs neue Atommeiler errichtet. Das ist die
zweite Seite der ‚Erneuerbaren-Münze‘ und eine ‚Kopf-in-den-Sand-
Politik‘. Auch wenn wir uns hier parteiübergreifend einhellig gegen
Atomkraft aussprechen, wird dieses Ansinnen durch Entscheidungen aus
Brüssel konterkariert“, erklärte Petschnig.