Laserepilation, IPL-Technologie oder doch wieder zurück zum Rasierer? Informieren Sie sich über Risiken, Alternativen und Co
Eine Kampfansage an unliebsame Härchen an Stellen, wo sie Ihrer Meinung nach nichts zu suchen haben, kann ganz unterschiedlich aussehen. Sowohl Frauen als auch Männer haben in den letzten Jahren vermehrt mit verschiedenen Haarentfernungsmethoden herumexperimentiert, um ihren persönlichen Königsweg zu finden. Im Fokus des folgenden Artikels steht die Methode der Laserhaarentfernung. Beachten Sie aber bitte auch die damit verbundenen Risiken sowie mögliche Alternativen.
Der Grund, warum zahlreiche Damen und Herren das Verfahren der Laserhaarentfernung wählen, liegt klar auf der Hand: Die Haarentfernung per Laser gilt als dauerhaft und relativ schmerzarm. Des Weiteren wächst der gute Ruf dieser Behandlungsform durch effiziente medizinische Erforschung der Wirkung von Laserstrahlen. Die Gefahr, die davon ausgeht, kann inzwischen mit dem nötigen Know-how gering gehalten werden oder beinahe ausgeschlossen werden. Zudem ist diese Behandlungsform durch ihre Popularität zunehmend erschwinglich geworden. Patienten, die unter unnatürlich heftigem Haarwuchs leiden, haben ohnehin schon enorme Chancen, die Behandlung durch ihre Krankenkasse finanziert zu bekommen. Für Interessenten, die sich aus rein ästhetischen Gründen einer Laserhaarentfernung oder Laserepilation, wie das Verfahren ebenfalls genannt wird, unterziehen möchten, gibt es teilweise auch seriöse und gleichzeitig verglichen preiswerte Angebote auf dem Markt der Laser-Behandlungen.
Eine falsche Anwendung des Lasergeräts kann fatale Folgen haben
Die Funktionsweise der Laserpilation können Sie sich, vereinfacht erklärt, so vorstellen, dass der Lichtstrahl aus dem Lasergerät auf die Haut trifft, in die Haut eindringt und durch das hohe Energieaufkommen die Haarwurzeln in den untersten Hautschichten verödet. Wie bereits angedeutet, ist diese Methode nicht schmerzarm, allerdings auch nicht gänzlich ohne Risiko. Mit Hautrötungen, Anschwellungen oder sogar Verbrennungen muss bei falscher Anwendung des Lasergeräts gerechnet werden.
Vor diesem Restrisiko, möglicherweise auch vor dem Kostenfaktor, schrecken viele Menschen zurück und greifen auf althergebrachte Haarentfernungsmethoden zurück: Die Augenbrauen werden gezupft, die Beine mit dem Epiliergerät enthaart und der stoppeligen Achselpartie sowie dem Intimbereich wird mit dem Nassrasierer zu Leibe gerückt.
Die IPL-Methode: Weniger risikoreich als die Laserhaarentfernung?
Eine weniger risikoreiche Alternative zur Laserhaarentfernung existiert aber dennoch, so behaupten zumindest darauf spezialisierte Kosmetiker bzw. Kosmetikerinnen oder Dermatologen in entsprechenden Praxen oder Hautkliniken. Hierbei handelt es sich um die IPL-Technologie. Im Vergleich zur Laserepilation ist die IPL-Technik noch nicht so verbreitet, was die Kosten für ein derartiges Haarentfernungsgerät relativ hoch macht. Dennoch werden Sie auch in Ihrer Umgebung mit Sicherheit Spezialisten auf dem Gebiet des IPL-Verfahrens finden.
Gearbeitet wird, wie der Name schon sagt, mit intensiv gepulstem Licht, im Endeffekt also auch mit einem Lasergerät. Im Gegensatz zur Laserhaarentfernung, so heißt es, dringt dank der besseren Wellenlängen-Regulierung bei der IPL-Technologie, weniger aggressives Licht in die Haut ein. Auf diese Weise sollen Risiken und Nebenwirkungen erfahrungsgemäß unterbleiben. Auch diese Methode gilt, wie die Laserenthaarung, als permanent erfolgreich.
Achtung: Unterschätzen Sie nicht das persönliche Beratungsgespräch mit einem Hautarzt
Falls Sie Ihrem Epiliergerät, Ihrem Rasierer oder Ihrer Pinzette also tatsächlich eine klare Absage erteilen möchten, sprechen Sie mit einem Hautarzt in Ihrer Nähe über die Vor- und Nachteile der hochenergetischen Haarentfernungsmethoden und darüber, welche individuell für Sie am besten geeignet ist.
November 18, 2009 Keine Kommentare
Was ist günstiger, Naßrasur oder Trockenrasur?
Wer hätte das gedacht? Es ist so alt wie die Menschheitsgeschichte, das Thema „Rasieren“. Höhlenmalereien belegen, dass sich bereits vor 25.000 Jahren die Menschen lästiger Haare mittels scharfer Steinkanten oder Muscheln entledigten. Und während über Jahrtausende hinweg mit den Kulturen auch die diversen Bartmoden wechselten, gab es wenig Diskussion über das wie. Mittels eines Messers wurden die lästigen Haare abgeschabt und der Gang zum Barbier eine oft lieb gewonnene Gewohnheit. Seit jedoch mit dem elektrischen Strom auch Rasierapparate Einzug in unsere häuslichen Domänen gehalten haben, geht zumindest durch den männlichen Teil der erwachsenen Bevölkerung ein Riss. Manche mögen’s nass, manche trocken. Aber auch Frauen beteiligen sich mittlerweile an dieser Diskussion.
Die Frage, was denn nun günstiger sei, Nass- oder Trockenrasur, lässt sich so nicht einfach beantworten. Während die Einen mit einer Zehnerpackung Billig-Einwegrasierer um 1,69 € aus dem Drogeriemarkt drei bis vier Monate auskommen, bedeutet für Andere die Rasur Kult.
Nehmen wir ein Beispiel: Herr W. ist ein vielbeschäftigter Mann, für ihn ist Rasieren lästige Pflicht. Sein Zeitrahmen für diese Dinge ist äußerst eng gesteckt. Hauptsache es geht schnell und unkompliziert. Wozu zeitraubende Körperpflegerituale? Der Rasierapparat liegt griffbereit im Badezimmer. Schnell übers Gesicht gekratzt und fertig ist man, bereit für neue, spannendere Dinge im Leben.
Herr O. hingegen legt großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres und ein besonderes Umfeld. In seinem Badezimmer liegt griffbereit auf dem Ablagebrett das alte Rasiermesser seines Großvaters. Ein Erbstück, und immer wieder Anlass für „Männergespräche“. Daneben der Rasierpinsel aus Dachshaar und nicht zu vergessen, die englische Rasierseife aus dem Edelladen. Der Abziehriemen fürs Messer hängt selbstverständlich auch gut sichtbar im Bad. Hat Herr O. Zeit, so zelebriert er das uralte Ritual. Das Messer wird geschliffen, die Seife aufgeschäumt. Zuerst kommt ein feucht-heißes Handtuch zum Erweichen der Barthaare aufs Gesicht, danach wird das Gesicht sorgfältig eingepinselt und schließlich der „Schnitt“. Ein bisschen Nervenkitzel macht schließlich die Routine spannend. Mit duftendem After-Shave ist der Mann nun perfekt. Soll’s schneller gehen, hat „Mann“ aber auch die praktischen Einwegrasierer – nicht ganz so gut sichtbar – im Kasten.
Einwegrasierer finden in der Regel wesentlich mehr Verwendung als das gute alte Rasiermesser, oder die sogenannten Rasierhobel mit den Klingen. Sie sind keineswegs, wie die Bezeichnung vielleicht nahe legen würde, Wegwerfartikel zum einmaligen Gebrauch. Folgt man den zahlreichen Internetforen zu diesem Thema, so gibt es ganz unterschiedliche Gebrauchszeiten, je nach Anwendungshäufigkeit, Haarqualität und Produkt. Es gibt große Unterschiede, in Bauart, Qualität und Preis. Je nach Modell sollen eine oder mehrere Klingen, Schwing- oder Fixkopf, Gleitstreifen oder nicht, für eine perfekte Rasur sorgen. Wie gesagt, die Geschmäcker sind verschieden. Auch die Damenrasierer unterscheiden sich, abgesehen von der Farbe, meist wenig von den Herrenrasierern. Viele Damen verwenden Herrenmodelle, etliche Herren aber auch gerne die Damenmodelle. Hautreizungen lassen sich nicht immer vermeiden und hängen manchmal auch mit der individuellen Produktverträglichkeit von diversen Rasierschäumen, -seifen, oder –gelen zusammen. Ob die Nassrasur auch preislich verträglich ist, entscheidet das verwendete Modell, sowie die verwendeten Zusatzprodukte.
Wem die Sache mit den Klingen zu riskant ist, oder wer über weniger handwerkliches Geschick verfügt, greift lieber zu den elektrischen. Elektrische Rasierapparate gelten als sicher, die Gefahr, sich unschöne Schnittverletzungen zuzufügen ist praktisch gleich Null. Die Auswahl ist beängstigend groß, allein im üblichen Versandhandel werden 54 verschiedene Herrenrasierapparate angeboten, wobei man zwischen sogenannten Folienrasierern und Rasierern mit Rotationssystem unterscheidet. Auch hier gilt, Geschmäcker sind verschieden und die Dicke der Geldbörse auch. Wirkliche Vorteile für ein System lassen sich nicht ausmachen. Das gilt auch für die Hautverträglichkeit, Hautreizungen sind auch mit dem Rasierapparat nicht immer vermeidbar.
Wie positiv ein Rasierapparat bewertet wird, hängt letztlich auch davon ab, wie gut das Ding in der Hand liegt, wie gleichmäßig der Bart des Anwenders wächst und welche Ansprüche an das Ergebnis gestellt werden. Soll’s ein „Babypopo“ sein, dann wird häufiger der Nassrasur der Vorzug gegeben, soll lediglich ein bestehender Bart getrimmt werden, dann geht’s auch oft elektrisch.
Letztlich kann man kein objektives Urteil fällen, welche Form der Rasur denn nun die günstigere sei. Es bleibt jedem selbst überlassen, die für die eigenen Ansprüche gerechte Form zu finden.
März 15, 2009 Keine Kommentare