Schluss mit haarig mithilfe des Rubinlasers
Wer schön sein will, muss nicht oder nicht mehr leiden. Dies gilt zumindest für die Domäne der Haarentfernung. Während das Epilieren oder Zupfen durchaus schmerzhaft sein kann, ist die Laserhaarentfernung eine vergleichsweise sanfte Methode, um unerwünschte Härchen dauerhaft loszuwerden. Die Laserhaarentfernung ist mehr als eine Modeerscheinung, weshalb sie inzwischen eine von Ärzten empfohlene Methode ist, überschüssiges Haar zu bekämpfen. Doch auch im Bereich der Laserhaarentfernung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, um zu tadellos glatter Haut zu gelangen. Eine ist die Anwendung des sogenannten Rubin-Lasers.
Tauchen wir zunächst ein wenig in die Geschichte des Rubin-Lasers ein: Erstmals wurde die Lasertechnik praktisch in den USA angewendet. Der Physiker Theodore H. Mainman entwickelte ein Gerät, das dafür eingesetzt werden konnte. Aber was bedeutet eigentlich das Wort „Laser“? Laser ist die Abkürzung für „Light amplification by stimulated emission of radiation“, was so viel heißt wie, eine Verstärkung von Licht, bei der einzelne Strahlen von einem sehr eng angeordneten Wellenlängenbereich zu kohärentem Licht mit sehr hoher Energiedichte gebündelt wird. Diese Erkenntnis hatte Charles H. Townes 1958. Daraus entstand schließlich Mainmans Festkörper-Laser.
Rubinlaser sind für Haar- und Narbenentfernung gleichermaßen geeignet
Was verwirrend und wissenschaftlich klingen mag, ist heutzutage die Basis unserer Lasermethode, die beispielsweise auch zur Haarentfernung dienen kann. Andere Anwendungsgebiete sind beispielsweise die Entfernung von Narben per Laser. Jedenfalls weist dieser Mainman-Laser einen synthetischen Rubinstab auf, womit wir bei unserem Rubinlaser wären, der gebündeltes Laserlicht ausstrahlt. Dazu muss er blitzartig angestrahlt werden.
Der Rubinlaser ist dazu fähig, pigmentiertes Gewebe wie durch eine Explosion verdampfen zu lassen, ohne die Haut anzugreifen. Positiv an der Behandlung per Rubinlaser ist, dass nicht pigmentiertes, also helles Haar, so gut wie nicht beeinflusst wird. Schließlich werden helle Härchen oft nicht als Störfaktor empfunden. Ein weiteres Plus ist, dass der Vorgang der Erhitzung zeitlich sehr kurz ist und Ihre Haut dadurch nicht zu Schaden kommt. Allerdings sind in jedem Fall mehrere Behandlungen notwendig.
Vorsicht: Selbst der Rubinlaser mit kleinem Lichtkegel kann Verbrennungen verursachen
Dies sollten sie unbedingt mit einem Dermatologen absprechen. Dies ist gerade dann notwendig, wenn der Kosmetiker oder die Kosmetikerin Ihrer Wahl normalerweise nicht im ärztlichen Bereich tätig ist. Viele Mitarbeiter von Kosmetikstudios haben lediglich eigens für die Laserbehandlungen Schulungen durchlaufen, die kein fundiertes Studium ersetzen können. Dessen sollten Sie sich in jedem Fall bewusst sein. Schließlich möchten Sie Ihrer Haut nicht schaden, sondern nützen. Auch wenn der Rubinlaser als mild gilt, können bei falscher Handhabung Verbrennungen auftreten.
Ganz wichtig für Sie ist auch zu wissen, dass mithilfe des Rubinlasers keine großen Körperflächen behandelt werden können, da der Lichtkegel im Vergleich zu anderen Geräten eher gering ist. Aus diesem Grund kommt er nicht für jeden Patienten in Frage.
Trotz positivem Fazit kritisieren viele Mediziner, dass im Zusammenhang mit dem Rubinlaser gerne die sogenannte Free-Running-Methode durchgeführt wird. Das heißt, dass das hochenergetische Laserlicht ohne gezielte Steuerung auf die Haut trifft. Spätfolgen sind zwar nicht absehbar, aber – wie Sie sich vorstellen können – stellt dies durchaus eine Belastung Ihrer Haut dar.
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